Einen der besten Trompeter Europas, eine fantastische Jazz-Stimme, stimmungsvollen Sinti-Jazz in der Nachfolge von Django Reinhard und eine erfrischende junge Truppe aus Deutschland - das verspricht die Programmgestalterin der 2. Coburger Jazznacht, Antoinetta Bafas, für den 5. April.


Nachdem die im vergangenen Jahr vom Kulturamt der Stadt Coburg organisierte 1. Jazznacht auf große Resonanz gestoßen war, geht es nun in eine zweite Runde - dank massiver finan zieller Unterstützung durch die lokale Wirtschaft. Ohne die Hilfe von Sparkasse, HUK, Leise und Niederfüllbacher Stiftung wäre es nicht möglich, einen Weltstar wie den französischen Trompeter Stéphane Belmondo und sein Quintett nach Coburg zu holen.

HUK-Foyer : Das Auftaktkonzert, Beginn 18.30 Uhr, wird diesmal auf der Bertelsdorfer Höhe stattfinden, denn das Ensemble braucht den dort verfügbaren speziellen Flügel. Belmondo, der auf den großen Jazzfestivals der Welt unterwegs ist, kommt gleich mit zwei Pianisten, dem Amerikaner Kirk Lightsey und dem vielfach ausgezeichneten Belgier Eric Legnini.
Der Pianist und Komponist Kirk Lightsey arbeitete unter anderem schon mit Cannonball Adderley, Dexter Gordon, Sonny Stitt oder Kenny Burrell zusammen. Schlagzeug und Bass komplettieren das Quintett.
Der 1967 geborene Trompeter und Flügelhornist Stéphane Belmondo selbst ist einen spannenden musikalischen Weg gegangen. Zunächst lernte er Akkordeon, Horn und erst später Trompete. Zusammen mit seinem Saxofon spielenden Bruder zog es ihn für einige Zeit in die Pariser Jazzclubs. In den 90ern lebte und arbeitete er in New York, kehrte dann aber zurück, um seine Hommage an Stevie Wonder, "Wonderland" aufzunehmen. Unter anderen spielte Belmondo auch mit Dee Dee Bridgewater, Michel Legrand, und Yusef Lateef zusammen.
Ein Shuttle-Bus wird die Besucher zur Bertelsdorfer Höhe fahren und dann zu den um 21 Uhr beginnenden Konzerten zurück in die Stadt.

Im Münchner Hofbräu tritt das Gismo Graf Trio auf. Der mittlerweile international renommierte Gitarrist Gismo Graf stammt aus einer Stuttgarter Sinti-Familie und wurde wegen seines frühen virtuosen Gitarrenspiels als Wunderknabe gefeiert. Immer häufiger wird er mit Django Reinhardt verglichen und wegen seiner fantasievollen Eigenkompositionen sowie seiner originellen Neuinterpretationen altbekannter Titel gerühmt, wobei er Genre-Grenzen ohnehin nicht gelten lässt. Graf verbindet traditionellen Sinti Jazz auch mit Rock, Pop, Blues oder Klassik.
Das Trio wird durch Vater Joschi Graf an der Gitarre und Gismos ebenfalls als Virtuose gefeierten Freund Joel Locher am Kontrabass gebildet.

Im Ratskeller ist das seit 2009 bestehende Offshore Quintett aus Köln zu erleben, das ausschließlich Eigenkompositionen spielt, ausgerichtet auf die ungewöhnliche Besetzung mit Saxofon, Klavier und Vibrafon. Eingängige Melodien und Rhythmen werden improvisatorisch an spontane Ideen angepasst. Das Offshore Quintett war unter anderem schon zu Gast beim WDR Jazzfest Köln und dem Jazzfestival Burghausen.

Goldenes Kreuz: Das Goodman-Turk Duo, die albanische Sängerin Fioralba Turku und der aus New York stammende Gitarrist Geoff Goodman, wurden mit ihrem Debütalbtum 2010 als große Entdeckung gefeiert. Albanische Volkslieder, japanisches Haiku, Blues und Jazzstandards integrieren die beiden in ihrem musikalischen Dialog, den intensive Farbtöne und Klangbilder prägen. Eigene Kompositionen sowie bekannte und neuere Jazzstandards umfasst das Programm des Duos.
Die Veranstalter weisen darauf hin, dass das Kartenkontingent begrenzt ist. Im vergangenen Jahr war das Auftaktkonzert sofort ausverkauft.


Auf der HUK und rund um den Marktplatz



2. Coburger Jazznacht am 5. April. Shuttle-Busse zur HUK auf der Bertelsdorfer Höhe fahren ab Ketschenanger um 17.30 Uhr, Bahnhof 17.35 Uhr und Theaterplatz ab 17.40 Uhr. Konzertbeginn in der HUK ist um 18.30 Uhr. Rückfahrt in die Innenstadt zu den um 21 Uhr beginnenden Konzerten.

Karten im Vorverkauf bei der Buchhandlung Riemann zum Preis von 22 Euro für alle Konzerte, Einzelkarten für 15 Euro. Begrenzte Kontingente!