"Super", "perfekt", "sehr zufrieden" - Oberschützenmeister Hans-Herbert Hartan fallen viele Worte ein, um den Verlauf des diesjährigen Vogelschießens zu beschreiben. Coburgs traditionsreichstes Fest, heuer zum 416. Mal von der Schützengesellschaft veranstaltet, hat zehn Tage lang wieder sehr viele Menschen angelockt. "Die große Hitze ab Donnerstag hat nachmittags natürlich schon ein bisschen zu Schaffen gemacht", räumt Hartan ein. Doch speziell der Donnerstagabend, an dem es auch wieder ein tolles Feuerwerk zu bewundern gab, sei dann wieder sehr gut besucht gewesen.

Apropos Donnerstag: Er hat fürs Vogelschießen eine besondere Bedeutung. So richtet sich nach ihm stets der Termin, an dem das Vogelschießen stattfindet. "Das Vogelschießen muss immer so liegen, dass der erste Donnerstag des Augusts hineinfällt", erklärt der Oberschützenmeister. Und warum ausgerechnet der Donnerstag? "Weil das Vogelschießen früher immer an einem Donnerstag begonnen hat!" Gefeiert wurde dann lediglich vier Tage lang bis zum Sonntag; später folgte zwar eine Ausweitung auf zehn Tage (beginnend an einem Freitag bis zum Sonntag der Folgewoche), doch Traditionalisten wissen wohl um die Bedeutung des Donnerstags. Und: Traditionalisten wissen auch, dass das Vogelschießen ganz früher an Pfingsten stattfand. Hartan: "Erst seit etwa 200 Jahren findet es Anfang August statt."

Doch zurück in die Gegenwart: Hartan lobt auch dieses Jahr den Festwirt Armin Reichelt, der seit 2014 verantwortlich zeichnet und heuer einen noch größeren Biergartenbereich geschaffen hat. "Das war mit Blick aufs Wetter eine gute Entscheidung", sagt der Oberschützenmeister und stellt fest: "Mit Armin Reichelt haben wir wirklich einen sehr guten Griff gemacht!"

Eine Aussprache hat es unterdessen zwischen Hartan und den Verantwortlichen des HSC 2000 Coburg gegeben. Dem Oberschützenmeister war es sauer aufgestoßen, dass die Handballer ihr Top-Vorbereitungsspiel gegen den THW Kiel ausgerechnet am Montag austrugen, wenn beim Vogelschießen traditionell der "Abend der Vereine" steigt - und während sich dann in der HUK-Arena 3500 Menschen tummelten, klaffte im Bierzelt so manche Lücke. Den Verlauf des Gesprächs mit HSC-Vorstand Stefan Apfel und HSC-Pressesprecher Thomas Apfel fasst Hartan so zusammen: "Wir haben uns ausgesprochen."