Am kommenden Donnerstag erfolgt deshalb eine Videoüberwachung. Die Neugestaltung des Theaterplatzes in Coburg wurde im Mai 2008 abgeschlossen. Heute wird der Platz vielfältig genutzt: als Rendezvous-Haltestelle der Stadtbusse, als Platz zur Begegnung oder zum Aufenthalt in einem der Straßencafés oder Restaurants.

Gegenseitige Rücksichtnahme


Die Umgestaltung erfolgte nach dem sogenannten Shared Space-Prinzip, was bedeutet, dass sich das Erscheinungsbild deutlich von den Straßenabschnitten davor und dahinter unterscheidet, dass für die Fahrbahn und die Seitenräume ein einheitliches Pflaster gewählt wurde - oder, dass die Abgrenzung nicht durch hohe Bordsteine sondern durch Pflasterrinnen erfolgt. Bei der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h soll eine Nutzung des Platzes durch die verschiedenen Verkehrsteilnehmer in gegenseitiger Rücksichtnahme erfolgen.

Im Rahmen eines Forschungsprojektes des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung zum Thema Shared Space wurde der Theaterplatz als ein Fallbeispiel ausgesucht. Er gehört damit zu den 15 zu untersuchenden Beispielen in Deutschland und der Schweiz.

Videobeobachtung am Donnerstag in Coburg


Ziel des Projektes ist es, die in der Praxis anzutreffende Vielfalt der Anwendung des sogenannten "Shared Space"-Prinzips zu erfassen und auf Grundlage empirischer Untersuchungen auf andere Städte übertragbare Aussagen zu gewinnen.

Vor diesem Hintergrund werden am Donnerstag, 13. September, tagsüber Geschwindigkeitsmessungen sowie Videobeobachtungen rund um den Theaterplatz durchgeführt. Die Ergebnisse der Untersuchungen werden dann der Stadt Coburg zur Verfügung gestellt. "Selbstverständlich ist während des gesamten Projekts der Datenschutz in der gesetzlich vorgeschriebenen Weise sichergestellt", wie es in einer Presseerklärung der Stadt Coburg dazu heißt.