Ein Manul ist eine kleine Wildkatze, die in Zentralasien lebt. In Europa findet man sie vielleicht im Zoo - oder, wie am Freitagabend, in Coburg auf der Veste. Manul heißt der jüngste Bolide, den das Cat-Racing-Team der Hochschule Coburg in diesem Sommer in die Formula Student schickt.

Hockenheim, Spielberg in Österreich und der Circuit de Catalunya in Barcelona stehen heuer auf dem Programm des rund 35-köpfigen Teams. Das Ziel: Mindestens so gut abschneiden wie in der vergangenen - bisher erfolgreichsten - Saison mit dem C-14, genannt Gepard. In Spanien fuhren die Coburger 2014 auf Platz 4, in Österreich wurden sie sogar Zweite. In Hockenheim belegten sie den 7. Platz. "Die Sponsoren haben natürlich jetzt eine gewisse Erwartungshaltung", so Teamchef Johannes Lehner bei der Präsentation. Ein Platz unter den "Top Five" wäre gut, in Hockenheim peilen die Cat-Racer wieder die "Top Ten" an.

Seit Oktober arbeiteten die Coburger, allesamt Studierende der Hochschule, an der Fahrzeugentwicklung. Diese läuft komplett neben dem Studium und so musste dafür auch mal eine Vorlesung hintenan gestellt werden, wie Johannes Lehner verriet. Weil die kleinen Boliden im vergangenen Jahr recht schnell unterwegs waren, änderte der Verband FSAE zugunsten der Sicherheit einige Regeln, etwa, was die Größe der Flügel angeht. Da geht es der Formula Student nicht anders als den großen Vorbildern der Formel 1.