Sie haben Snacks und Getränke an Kommilitonen verkauft, Unternehmen aus der Region angesprochen und heute um 17 Uhr werden sie ihr Projekt auch offiziell in der Hochschule vorstellen. Die zehn Studierenden, die beim Planspiel NMUN mitmachen, haben viel zu tun im Moment.
Im April vertreten sie das Königreich Kambodscha bei der offiziellen NMUN-Konferenz in New York. "Das ist eine einzigartige Möglichkeit, die Arbeit der Vereinten Nationen direkt vor Ort besser kennenzulernen", sagt Delegationsleiterin Lisa Schmöller. Die Studentin der Sozialen Arbeit freut sich besonders auf den Austausch mit Studierenden aus der ganzen Welt.
Um ihr Land würdig zu vertreten, müssen sich die Coburger Delegierten in die Situation der Kambodschaner versetzen. Keine leichte Aufgabe, denn der Staat zählt zu den ärmsten der Welt. Profitieren können die Studierenden von im Studium gesammelten Erfahrungen. Die Hälfte der NMUN-Delegation belegt den Schwerpunkt Internationale Soziale Arbeit und Entwicklung. Auslandsaufenthalte in Indien, Neuseeland, China, Uganda oder Ruanda gehören da zum Lebenslauf.
So wie bei Julia Schiller. Die Studentin hat die Arbeit von Vertretern der UN schon während ihres Auslandspraktikums kennengelernt. Auch deshalb will sie sich mit interkulturellen, politischen und sozialen Themen beschäftigen.
"Bei dieser Simulation kann ich mit jungen Menschen aus verschiedenen Ländern diskutieren und dabei meinen persönlichen Horizont erweitern", erklärt sie. Bei der Konferenz in New York müssen die Studierenden Kambodscha in sieben Komitees repräsentieren.
Dabei geht es um Wirtschaftsfragen, Menschenrechte und ökologische Nachhaltigkeit. ct