Mit den Maßnahmen - etwa, dass Staudenbeete durch Rasenfläche ersetzt werden - können die Verantwortlichen langfristig eineinhalb Stellen einsparen.

Sie sieht schon sehr hübsch aus, die bunte Bepflanzung an der Südzufahrt, die Coburger und Gäste so freundlich willkommen heißt. Künftig wird diese Schmuckanlage nicht mehr ganz so intensiv gepflegt wie bisher, weil die Stadt und damit auch das Grünflächenamt sparen muss. Wo und wie gespart wird, erläuterte Dritter Bürgermeister Hans-Heinrich Ulmann (CSB) gestern gemeinsam mit Grünflächenamtsleiter Bernhard Ledermann und Werner Pilz von der Unteren Naturschutzbehörde in einem Pressegespräch.

Die Einnahmen schrumpfen schon seit zwei Jahren, was das Grünflächenamt mit Rationalisierungsmaßnahmen auffangen konnte. "Doch inzwischen hat sich die Situation so verschärft, dass wir mit Umstrukturieren, Kosmetik und gutem Willen nicht mehr weiterkommen", berichtete Ulmann.

Die Aufgabe lautete nun: Stellen einsparen. "Nicht von jetzt auf gleich, aber mittel- und langfristig - und das in einer Zeit, wo wir durch neue Parkanlagen wie die Bertelsdorfer Höhe immer mehr zu tun kriegen", klagte Ulmann. Ein Rechenbeispiel: 1990 war ein Mitarbeiter für 1,57 Hektar Pflegefläche verantwortlich, 2011 seien es schon 5,07 Hektar gewesen.

Gemeinsam mit Bernhard Ledermann wurden Lösungen erarbeitet: Bestimmte Aufgaben werden künftig nicht mehr so intensiv erledigt wie bisher oder deren Häufigkeit einfach halbiert. Sahnestückchen wie der Hofgarten werden also künftig vielleicht nicht mehr ganz so "tipptopp" gepflegt wie bisher, was nicht heißen soll, dass Grünflächen bald dem Unkraut oder sich selbst überlassen werden.