Gegen das Anliegen gab es keinen Widerspruch - weder im Verwaltungssenat noch beim Landestheater: Adelheid Frankenberger (SBC-Stadtratsfraktion) hatte beantragt, vor dem Landestheater fünf Behindertenparkplätze auszuweisen, um Gehbehinderten den Weg zum Theatereingang zu verkürzen. Die Stadtverwaltung hatte das Anliegen geprüft und die Fachbehörden zu Rate gezogen.

Ergebnis: Die fünf Parkplätze werden ausgewiesen, gelten aber nur in den Zeiten, in denen der Schlossplatz ohnehin zum Parken freigegeben ist, also in der Regel bei Veranstaltungen im Landestheater. Weil der Schlossplatz damit als Sonderparkfläche gilt, musste auch die Polizei ihr Okay zu dem Vorhaben geben. Damit ein ständig sichtbares Parkplatzschild mit dem Rollstuhlsymbol keine falschen Hoffnungen weckt und aus ästhetischen Gründen soll es zugeklappt werden, wenn der Platz für Fahrzeuge gesperrt ist.

Ob das Schild - wie von der Verwaltung vorgeschlagen - an einem der Laternenmasten befestigt werden kann, steht noch nicht fest: Damit müssen erst die SÜC ihr Einverständnis erklären. Der Verwaltungssenat des Stadtrats jedenfalls hat keine Einwände, denn dann spart sich die Stadt eine Halterung für das Schild. Sie spart sich auch die Kosten für das Klappschild in Höhe von rund 275 Euro (brutto), denn die werden vom Landestheater übernommen.

Hans Weberpals (CSB) war aber auch ein Klappschild noch zu störend. Doch eins, das jedesmal nach den Theatervorstellungen wieder weggeräumt wird, wäre zu aufwendig, erläuterte Oberbürgermeister Norbert Tessmer (SPD). Dafür fehle das Personal. "Mir wäre es am liebsten, wir bräuchten gar kein solches Schild, und alle hielten sich an das Gesetz der gegenseitigen Rücksichtnahme."