Die Firma Brose verfügt in Franken über drei Standorte: Coburg, Hallstadt und Würzburg. Wenn es nach den Gesellschaftern des Automobilzulieferers geht, soll die Unternehmensentwicklung in der Region künftig aber auf nur zwei Standorte konzentriert werden - und dabei wird ausgerechnet der Stammsitz Coburg das Nachsehen haben.

"Eine Analyse zu den Zukunftsaussichten unserer fränkischen Standorte hat eindeutig ergeben, dass Bamberg und Würzburg den Anforderungen eines wachsenden und international tätigen Unternehmens am besten erfüllen", heißt es in einer Mitteilung von Brose. Kriterien dieser Analyse waren die Bevölkerungsentwicklung, die Verkehrsanbindung, die Bildungseinrichtungen und die Attraktivität für die Mitarbeiter.

Das angespannte Verhältnis zwischen der Coburger Stadtspitze und dem Vorsitzenden der Brose-Gesellschafterversammlung, Michael Stoschek, ist zwar ein offenes Geheimnis. Doch nun scheint sich daraus erstmals ein echter Nachteil für die Vestestadt zu ergeben. Denn Brose will weiter wachsen und plant laut Auskunft von Jürgen Otto, dem Vorsitzenden der Brose-Geschäftsführung, den Neubau eines Verwaltungsgebäudes. Dieses soll Raum für etwa 500 Arbeitsplätze bieten - und es soll als Folge aus der jüngsten Standort-Anlayse "im Bamberger Raum" errichtet werden. Konkrete Angaben zum Ort wollte oder konnte Brose am Montag noch nicht machen. Fest stehe bislang nur, wie die Unternehmenskommunikation erklärte, dass der Neubau "in den kommenden zwei Jahren" erfolgen soll.

Außerdem wurde der Hintergrund des Vergleichs von Bamberg, Würzburg und Coburg erläutert: "Mit der strategischen Standortentscheidung wollen wir unsere Erfolgschancen am Markt und unsere Attraktivität für hoch qualifizierte Mitarbeiter sichern und damit die Voraussetzung schaffen für weiteres profitables Wachstum."

Mehr dazu lesen Sie am Dienstag im Coburger Tageblatt und im Fränkischen Tag.