Ein Jahr lang hat Christian Luther getextet und komponiert. Dabei entstanden über 40 Lieder, von denen er 13 auswählte. Diese Stücke sind auf seiner CD "Time to travel on" zu hören, die er demnächst der Öffentlichkeit vorstellt.

Auf die Frage, in welchem Studio das Album produziert wurde und mit welcher Band, deutet der junge Mann in Richtung Wohnzimmer und auf sich selbst: Am Esstisch hat er getextet und komponiert. "Und jedes Instrument habe ich selbst eingespielt." Als er mit dem Ergebnis zufrieden war, ließ der Neustadter die CD in Wiesbaden herstellen.

Von Heavy Metal bis Blues


Musikalische Vorbilder habe er nicht, sagt Christian Luther. Sein Musikgeschmack reicht von Folk über Heavy Metal bis Blues. Und doch gibt es einen Künstler, der ihn schon seit Jahren fasziniert: Bob Dylan.
Christian ist fast 26 Jahre alt, groß gewachsen, schlank. Die Liebe zur Musik erwachte bei ihm sehr früh. Bereits im Grundschulalter bekam er Klavierunterricht und übte auch zu Hause eifrig. Mit 13 kam noch Gitarrenunterricht dazu. Obwohl er Klavier und Gitarre klassisch erlernte, hatte Christian auch einen Bezug zu Folk und Rock. Er habe schon früh "Musik als internationales Kulturgut erlebt", sagt Christian.

Erste Band im Alter von 13 Jahren gegründet


Im Alter von 13 gründete Christian mit einigen Mitschülern seine erste Band. Sie traten bei Schulfesten und privaten Feiern in Neustadt auf. Zur E-Gitarre und zur Western-Gitarre kamen Akkordeon, Mundharmonika und Keyboard. Nach dem Schulabschluss und Erfahrungen in weiteren Bands beschloss der junge Mann, eine Ausbildung im väterlichen Fleischereibetrieb zu machen. Die Begeisterung für seinen Beruf wurde ihm wohl in die Wiege gelegt. Denn schon Urgroßvater, Großvater und Vater waren Fleischer. "Es stand aber nie ein Zwang dahinter", betont er. Nach der Gesellenprüfung und zwei Pflichtjahren kam die Meisterausbildung. Mit 20 Jahren hatte Christian seinen Meisterbrief in der Tasche. In Kulmbach hat er sich an der Technikerschule weitergebildet und ist heute Fleischtechniker.

Soloprojekt gestartet


Der Musik blieb er bei all dem weiter verbunden, allerdings hatte er sich mittlerweile von der Klassik abgewandt. Christian ging lieber mit Freunden zu "Rock im Park". Das Festival sei für ihn vor allem eine Lehrstunde gewesen, wenn er seine Lieblingsbands spielen hörte und sah. Dieses Erlebnis inspirierte ihn zu eigenen Kompositionen.
Nach dem Abschluss der Technikerschule wollte sich Christian erstmal eine Zeit lang etwas intensiver der Musik zuwenden. Nach Scheitern eines Bandversuchs hatte er die Idee, ein Soloprojekt zu starten. Das Ergebnis: "Time to travel on".

"Die Musik soll ein Hobby bleiben"


Und wie würde er reagieren, wenn morgen Dieter Bohlen anklopft und ihn zu "Deutschland sucht den Superstar" einlädt? Energisch schüttelt Christian Luther den Kopf. "Die Musik soll ein Hobby bleiben." Und verbiegen lasse er sich schon gar nicht. "Ich höre nie auf zu lernen, wenn es um Musik geht. Ich stelle große Ansprüche an mich selbst, suche immer wieder neue Herausforderungen und versuche mich permanent zu verbessern. Je mehr ich dazu lerne, desto vielseitiger werde ich." Mit der Musik ist es Christian ebenso wichtig, wie mit seinem Beruf und seiner Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern im väterlichen Betrieb, den er später in vierter Generation übernehmen wird. "Es sei denn, es passiert etwas ganz Außergewöhnliches mit meiner Musik," sagt er lachend und weiß auch für diesem Fall, dass ihn sein Chef und Vater, Ralf Luther, unterstützen wird.

"Time to travel on"


Musik: Die CD von Christian Luther "Time to travel on" erscheint am Montag, 3. September. Erhältlich ist sie hier: Optik Hoppe, Fleischerei Luther, Boutique Monique und über die Homepage des Musikers: christianluther.de.

Vorstellung: Christian Luther wird seine CD am Donnerstag, 6. September, bei Optik Hoppe unplugged vorstellen, und zwar mit der musikalischen Unterstützung von Florian Kalter. Beginn der Veranstaltung ist um 18.30 Uhr.