Die Kinder können spielen, die Mütter (endlich) mal in Ruhe zusammen einen Kaffee trinken und ein bisschen plaudern. Im Familiencafé "Babbel" in der Judengasse ist das noch möglich. Doch das Eltern-Kind-Café schließt zum 31. Dezember seine Pforten.

Es sind immer die gleichen Gründe, die die Betreiber zu diesem Schritt zwingen. Schon Doris Welzel, Gründerin von "Der kleine Muck" in der Metzgergasse - das erste Café dieser Art - musste aufgeben, weil sich es sich einfach nicht rentiert, wenn die Mütter den Apfelsaft für die Kinder im Fläschchen mitbringen und selbst kaum etwas verzehren. Julia Knoth, die das "Babbel" seit vier Jahren eigenständig führt, sucht jetzt eine neue Herausforderung. Sie betreibt derzeit noch den Imbiss "Picknick" in der Nägleinsgasse, möchte sich jedoch vergrößern.

Für Klaus Wanjura, den Pressesprecher des Domino als Trägerverein, ist das eine nachvollziehbare Entscheidung. Auch wenn die Ernährungswissenschaftlerin genau die richtige fürs Café gewesen wäre, sind ihre Schritte nachvollziehbar.

Wie er sagt, gebe es bereits eine Interessierte, die das "Babbel" gerne übernehmen würde. Doch auch hier stellte sich die Frage, inwieweit die Stadt Coburg das Projekt "Babbel" unterstützen kann.

Deshalb fand bereits Mitte Oktober ein Gespräch mit dem Dritten Bürgermeister Thomas Nowak (SPD) statt. Die beiden Geschäftsführerinnen Johanna Schilling (Domino) und Heidi Kunz (Kinderschutzbund) sprachen als Vertreterinnen des Familienzentrums vor. "Wir haben einen Weg aufgezeigt, wie das Café weitergeführt werden kann. Ich habe einige Ideen eingebracht," sagt Nowak - ohne jedoch vorgreifen zu wollen.