Coburg — Die künstlerische Welt von Lora Monz ist ungeniert farbenfroh. Helle, fröhliche Farben bevorzugt die aus der Ukraine stammende Malerin in ihren Arbeiten. Ohne Angst vor mancherlei stilistischen Ähnlichkeiten bannt sie vornehmlich Frauen auf die Leinwand. Dunkle Konturen geben diesen Figuren Halt und dienen gleichsam als Rahmen für zumeist flächigen Farbauftrag.
Oftmals wimmelt es geradezu auf ihren mit Leibern dicht gefüllten Bildern, der die Coburger Galerie Späth jetzt eine Ausstellung in ihrem Schauraum in der Ketschengasse widmet. Die kleinen Alltagsszenen sind es, die Lora Monz immer wieder interessieren. "Bekanntschaft" nennt sie beispielsweise ein hochformatiges Acrylgemälde, das von oben bis unten dicht gefüllt ist mit Menschen.
"Picknick im Park", "Süßigkeiten", "Hitze am Strand", "Freundinnen" - derlei unverrätselte Titel wählt Lora Monz gerne für ihre Gemälde, die sich regelrecht zu Bilderbuchwelten bündeln lassen. Lora Monz scheint mit ihren fröhlichen Bildwelten derzeit den Nerv der Kunstfreunde zu treffen. Deutschlandweit jedenfalls findet sie vielerorts Resonanz in Galerien und Ausstellungen.
Ihre Bilder sind frisch im Gestus, oft mit leisem Witz in der Darstellung wie zum Beispiel auf dem Gemälde "Kochschule", das eine muntere Schar von Menschen beim Abschmecken von Speisen zwischen Tomaten Mohrrüben und Zwiebeln zeigt. "Diät" hat sie ein anderes Gemälde genannt, das eine Frau mit Lockenwicklern in den Haaren vor einem reich gedeckten Tisch bei der Lektüre einer Frauenzeitschrift genau mit der Schlagzeile "Diät" zeigt.
"Meine Bilder sind so bunt, abwechslungsreich und vielschichtig wie das Leben und die Welt um uns herum", sagt Lora Monz über ihre Arbeiten. S.G.