Das war mal wieder die ultimative Coburger Faschingsparty. "Die Partyteufel" aus Wunsiedel brachten in kurzer und kürzester Zeit die Rolf-Forkel-Halle zum Kochen. Ob Queen, ZZ Top, Status Quo oder klassische Partyhits deutscher und internationaler Provenienz, es herrschte die absolute Stimmung auf der Tanzfläche und an den Tischen.

In den Tanzpausen waren die inzwischen drei Bars der angesagte Treffpunkt, nicht nur wegen der notwendigen Verschnaufpausen. Zwischenmenschliche Beziehungen und neu geknüpfte Freundschaften mussten ja auch bei einem gepflegten Flirt vertieft werden. DJ Rico Böhme, bekannt vom lokalen Sender Radio Eins, sorgte an seinem Mischpult auch im Keller für den richtigen musikalischen Background.

Der Coburger Kultfasching "Sex in Ost" ist natürlich auch für seine phantasievollen Kostüme bekannt. Und da bewies das Coburger Partyvolk mal wieder sein feines Gespür für aktuelle Trends. Arabische Ölscheichs, der Knüller der letzten Jahre, ließen sich dieses Mal eigentlich selten sehen.

Dafür wurde die Familie Feuerstein aus der Frühzeit der Menschheit in den Katakomben der Rolf-Forkel-Halle gesichtet, dazu wildes Getier sowie Tarzan und Jane. Cops und Panzerknacker belauerten sich gegenseitig. Einige Gladiatoren und maritimes Volk gaben sich auch ein Stelldichein. Aber auch das Jubiläum des Faschingsballes "Sex in Ost" spornte die Kreativität der Kostümmacher/innen an. 1974 startete "Sex in Ost" in sein erstes Jahr. Aus dieser Epoche fanden einige Hippies und Blumenkinder den Weg ins Jahr 2014. Eher 20 Jahre später dürfte wohl die große Zeit einiger Punks gewesen sein.

Faschingsleiter Christian Fertsch dankt für das Gelingen einem gut 45-köpfigen Team aus meist ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Hinter dem Fasching "Sex in Ost" verbergen sich vor allem sechs Vereine, die mit anpacken und organisieren: Der Bürgerverein Lützelbuch, der Heimat- und Bürgerverein Rögen, der Bürgerverein Seidmannsdorf/Löbelstein, der Radsportverein Solidarität Lützelbuch, der Turnverein Lützelbuch und die Feuerwehr Lützelbuch.

Weil es eigentlich der letzte echte, große Coburger Kostümfasching ist, gibt es "Sex in Ost" immer gleich zweimal. Am Samstag, 1. Februar 2014 startet die zweite Auflage, wieder um 21.00 Uhr und wieder in der Rolf-Forkel-Halle im Lützelbucher Haaresgrund. Dann spielt die Band "Die freie Liga". Auch da ist wieder Stimmung garantiert. Auf eine gute Nachwuchsarbeit wird auch Wert gelegt, deswegen gibt es am Sonntagnachmittag, 2. Februar 2014 in der Rolf-Forkel-Halle den Kinderfasching der sechs Vereine.