Unter dem Titel "30 Jahre Rodacher Heimatmuseum im Haus des Gastes" hat Roswitha Friedrich die Geschichte des städtischen Museums aufgearbeitet und unter dem Dach des Rückert-Kreises herausgebracht. Über 90 Seiten hat das neue Buch und ist dank der Mitarbeit von Günter Samuel reich bebildert. Mit dem Büchlein in der Hand wird dem Leser und dem Besucher des Heimatmuseums der Durchgang nicht nur erleichtert, sondern mit historischen Fakten und Zäsuren in der Entstehungsgeschichte auch bestens veranschaulicht.

Infos für alle Generationen

Das Heimatmuseum, betonte die langjährige Regionalhistorikerin und Autorin, biete eine Vielfalt an Informationen für alle Generationen. Lebensgroße bewegliche Figuren der Firma Christian Hofmann und die modernen Vitrinen mit Spielzeug der Firma Habermaas verleihen dem Museum einen lebendigen und zugleich charmanten Charakter. Dazu kommen die Feinsteingutprodukte der Firma Max Roesler und Spielzeug aus Pappmachè. Begleitet wurde die inhaltliche Gestaltung und Entwicklung des Heimatmuseums durch die jährlichen heimatgeschichtlichen Schriften und einen überaus großen Fundus an Rodacher Kunstpostkarten.
Die 14 Texte der einzelnen geschichtlichen Stationen, auf Banner geschrieben und im Museum aufgehängt, erläutern die wichtigsten Ereignisse der Stadtgeschichte. Den Abschluss des Buches bildet die Rede des Bezirksheimatpflegers Günter Dippold anlässlich des 25. Jubiläums des Heimatmuseums im Jahr 2007.
Noch einmal wirbt Roswitha Friedrich auch für den von ihr ausgesetzten Stiftungspreis von zehnmal je 250 Euro für besondere heimatgeschichtliche Arbeiten. Bisher konnte dieses Preisgeld nur einmal vergeben werden, an Stefanie Götz für ihre Recherche und Arbeit zu den Auswanderern nach Amerika. "Stadtgeschichte lebendig machen" heißt diese Stiftung, und Roswitha Friedrich unterbreitet in der jüngsten Schrift auch Vorschläge für weitere Themen: Stadtverfassung und Stadtrecht, die Rodacher Konvention im 18. Jahrhundert, Christian von Stockmar, gebürtiger Rodacher, Cyriacus Schnauß, ebenfalls gebürtiger Rodacher, die Bauernbefreiung durch Ablösung im 19. Jahrhundert im Coburger Land und der Besuch von Fürst Metternich im Jagdschloss Rodach.

Eine Symbiose geschaffen

Mit dem neuen Buch, so der Vorsitzende des Friedrich-Rückert-Kreises, Rainer Möbus, würde eine Symbiose geschaffen von Museum und Schriftenreihen. Er sprach der Autorin den besonderen Dank aus, aber auch dem Museums-Team, das fachkundig den reichen Fundus betreut und pflegt.
Erschienen ist die neue Schrift, wie viele andere vorher auch, bei S & G Druck Triebsdorf in einer Auflage von zunächst 500 Stück. Zur Fränkischen Weihnacht kann das Büchlein im Museum und anschließend auch bei der Firma Schachtebeck gekauft werden.