Hohe Auszeichnung für Bad Rodach: Die "Oberfränkischen Malertage" erwählten die Kurstadt zum Zentrum des künstlerischen Schaffens. 16 Maler verewigten Bad Rodach aus den verschiedensten Blickwinkeln. Die Ergebniss, die im Jagdschloss ausgestellt sind, können sich sehen lassen.


1998 ins Leben gerufen


Der Verein "Oberfränkische Malertage" wurde 1998 von der Bayreuther Malerin Christel Gollner ins Leben gerufen. Ziel war es, dass sich Künstler einmal im Jahr in einem anderen Ort des Bezirks treffen, um sich mit diesem gedanklich auseinandersetzen und hier auch neue Werke entstehen lassen.
Sehr zur Freude des Stadtmarketingvereins "Rodach begeistert" fiel in diesem Jahr die Wahl auf die Kurstadt. In der Region gastierten die Oberfränkischen Malertage im Jahr 2007 in Coburg, 2011 in Seßlach und vor zwei Jahren in Neustadt.

Bei der Neuauflage in der Kurstadt setzten sich 16 Künstler mit der Thematik "Rodach begeistert" auseinander. Christel Gollner betonte, dass der Verein die Künstler gezielt einlade. Daher sei es für die Teilnehmer durchaus etwas Besonderes, ausgewählt zu werden. Der Bogen spannte sich heuer von Kunstlehrern über Hobbymaler bis hin zu Künstlern, die über ein eigens Atelier verfügen.


Drei Künstler ganz aus der Nähe


Aus der Region waren Gerhard Kosuch und Gudrun Treiber aus Bad Rodach sowie Gertrud Pleschner-Fahnler aus Coburg vertreten.

Die Kunstschaffenden trafen sich vom 14. bis 17. Mai in Bad Rodach, um sich von der historischen Stadt und der Umgebung inspirieren zu lassen. In diesen Tagen entstanden so über 50 Werke, die jetzt in einer gelungenen Vernissage der Öffentlichkeit vorgestellt wurden.


Stadt wirkt auf jeden Künstler positiv


Die Ausstrahlung, die Bad Rodach auf die Künstler ausübte, spiegeln sich in den Worten von Peter Schmidt aus Schwarzenbach an der Saale wider: "Als Landschaftsmaler habe ich hier alles vorgefunden, was das Malerherz höher schlagen lässt. Ob spannende Gässchen, Fachwerkhäuser, Türme, Mauern, die Rodach - einfach tolle Motive. Bad Rodach begeistert und wirkt auf jeden Künstler positiv". So sah es auch Gertrud Plescher-Fahnler, die meinte, dass Bad Rodach ein inspirierender und kreative Kraft auslösender Ort sei. Gerhard Kosuch nutzte die Malertage, sich Motiven zu widmen, die man auf den ersten Blick eher selten entdeckt.

In der Vernissage betonte Regierungsvizepräsidentin Petra Platzgummer-Martin, dass die Malertage eine exzellente Chance der Außendarstellung bieten. Die Kurstadt habe alles, was eine oberfränkische Kleinstadt ausmacht. "Es ist beeindruckend, wie unterschiedlich die Blicke der Künstler auf die Objekte ausfallen", stellte Platzgummer-Martin fest. Die Ausstellung sei "ein Ort der Ruhe und Besinnung".


Liebens- und lebenswert


Zweite Bürgermeisterin Christina Butterer dankte dem ausrichtenden Verein. Es sei äußerst spannend und interessant, welchen Blick Außenstehende auf die Stadt haben. Den Teilnehmern dankte sie für wundervolle Werke, "die sichtbar machen, wie liebens- und lebenswert die Kurstadt ist".

Als Festredner konnte der Nürnberger Schriftsteller Godehard Schramm gewonnen werden. Im gelang es, die Gäste der Vernissage auf fast schon philosophische Weise an die Künstler und deren Werke heranzuführen. So meinte er, dass die Malertage "ein Element geistiger Lebensform" seien.

Den Besucher der Ausstellung, die noch bis zum 12. Juli im Jagdschlossbewundert werden kann, erwartet eine breite Palette malerischer Techniken. Geöffnet ist die sehenswerte Präsentation von Dienstag bis Freitag, jeweils von 8 bis 18 Uhr, sowie am Samstag und Sonntag von 13 Uhr bis 17 Uhr.