Alle spielen mit: Das Wetter, die Baufirmen, die Kraftfahrer. Die ganz besonders, lobt Harald Schnappauf von der Servicestelle des Straßenbauamts in Kronach. Schnappauf ist der Projektleiter der derzeit laufenden B-4-Sanierung südlich von Coburg. Und das ist keine einfache Baustelle: "Wir haben sehr eng zusammenhängende Anschlussstellen - die Coburger Südzufahrt, die Anschlussstellen Ahorn, Creidlitz, Niederfüllbach", erläutert Schnappauf. Beide Richtungsfahrbahnen samt der Ein- und Ausfahrten werden erneuert, und deshalb mussten sich die Fahrer seit Herbst 2013 immer wieder auf neue einspurige Verkehrsführungen einstellen. Viel Geduld hätten die Verkehrsteilnehmer bislang bewiesen, lobt Schnappauf. "Dafür kriegen sie hinterher eine gute Straße."
Immerhin ist es jetzt schon wieder ein Stück gute Straße mehr, denn nun ist auch die Anschlussstelle von Süden kommend in Richtung Schweinfurt wieder frei. In Richtung Kronach, von Norden kommend, wird es noch einige Zeit dauern, weil sich die Brücke bei Niederfüllbach als stärker reparaturbedürftig erwies als gedacht. "Vier bis sechs Wochen" werden die Arbeiten in diesem Bereich noch dauern, schätzt Schnappauf.
Trotzdem ist er zuversichtlich, dass es nicht bis Dezember dauern wird, bis die Arbeiten abgeschlossen sind. So steht es auf den Bautafeln zu lesen - aber die wurden zu einer Zeit gemacht, als noch ein richtiger Winter und Schmuddelwetter im Frühling erwartet wurden. "Das Wetter spielt gut mit", sagt Schnappauf, und die ausführenden Firmen auch. "Die arbeiten Hand in Hand. Durch gute Koordination kann man da viel verkürzen."
Wenn die Niederfüllbacher Anschlussstellen fertig sind, geht es an die Creidlitzer. Die dienten bislang als Umleitung, und dann muss Schnappauf seine Bauarbeiten mit denen der Stadt Coburg koordinieren. "Wenn das durch ist, haben wir es hoffentlich geschafft."
Wird man dann wieder 120 Stundenkilometer auf der vierspurig ausgebauten Straße fahren dürfen? Tempo 100 wurde vor einigen Jahren wegen des schlechten Straßenzustands eingeführt. "Wir sind mit den Verkehrsbehörden in Verbindung", sagt Schnappauf vorsichtig. Vom Ausbauzustand her würde die Straße dann auf alle Fälle wieder höhere Geschwindigkeiten vertragen.