Mit den Höckern, den Rissen und dem Flickwerk zwischen Altenhof und Tambach ist es bald vorbei. Der letzte Abschnitt der Staatsstraße 2202 wird auf einer Länge von einem Kilometer neu ausgebaut. Bereits am kommenden Dienstag erfolgt der Spatenstich zu den vorbereitenden Maßnahmen. Im Frühjahr 2016 soll, je nach Witterung, mit der eigentlichen Baumaßnahme begonnen werden, die voraussichtlich im September 2016 abgeschlossen ist. Im Rathaus der Gemeinde Weitramsdorf stellten Bürgermeister Wolfgang Bauersachs (BfB), Günter Engelhardt, Sachgebietsleiter für Straßenbau, und Projektleiter Harald Schnappauf die Maßnahme vor.


Ohne Planfeststellung

Da der Grunderwerb relativ problemlos über die Bühne ging, könnten die Arbeiten ohne Planfeststellungsverfahren realisiert werden, sagte Bauersachs und fuhr fort: "Nun können wir auch das schlechteste Stück in Angriff nehmen." In diesem Jahr erfolgen aber erstmal vorbereitende Maßnahmen, damit der Verkehr über die Wintermonate ungehindert rollen kann. Auf Höhe der Tambacher Kirche werden heuer Stützwände aus Gabionen errichtet werden. Mit kleinen Einschränkungen müssen die Verkehrsteilnehmer rechnen: Eventuell gibt es während der Bauzeit eine Ampelregelung.

Sobald es das Wetter zulässt, rollen im Frühjahr die Baufahrzeuge an und nehmen die Straße in Angriff. "Der Zustand wird sich komplett verändern", kündigte Engelhardt an. Die Höhe, die Lage und Linienführung werden demnach völlig neu gestaltet. Der Ausbau beginnt an der Einmündung der B 303 beim Tambacher Teich in Richtung Altenhof. Die Staatsstraße wird auf einer Länge von einem Kilometer bis Altenhof voll ausgebaut und die Fahrbahn von 5,50 Metern auf 6,50 Meter verbreitert, hinzu kommen 2,50 Meter Geh- und Radweg sowie ein Sicherheitsstreifen mit 0,75 Metern Breite.

Der unübersichtliche Einmündungsbereich bei Tambach von der B 303 kommend soll im Zuge des Ausbaus übersichtlich und verkehrsgerechter gestaltet werden. Ein weiterer Gewinn wird der neue Geh-und Radweg sein, denn im Zuge des Ausbaus wird die Lücke dort geschlossen. Bauersachs: "Bisher führte der Radweg über die alte Gemeindeverbindungsstraße und wurde wenig angenommen."


Von Frühjahr bis Herbst 2016 komplett gesperrt

Die Bürger wünschten sich seinen Worten zufolge eine direkte Anbindung über die Staatsstraße. Querungen für Fußgänger sind im Bereich der Schlossgaststätte vorgesehen und bei Altenhof soll eine Mittelinsel gebaut werden. Während der umfangreichen Arbeiten wird die Straße vom Frühjahr bis in den Herbst 2016 für den Verkehr komplett gesperrt.

Eine Umleitung wird über die Bundesstraße B 303, den Coburger Stadtteil Scheuerfeld und den Ahorner Gemeindeteil Schorkendorf ausgewiesen; die Zufahrt zum Sportheim und für die Anwohner bleibt gewährleistet. Bei der 2202 handelt es sich um eine wichtige Verbindungsstraße zu den Ortschaften und zur Bundesstraße B 303. Laut Schnappauf rollen täglich 3294 Fahrzeuge in diesem Bereich, davon sind 226 Schwerlastfahrzeuge.
Das 2,2 Millionen teure Projekt wird von der bayerischen Staatsregierung finanziert. Aber auch die Kommune plant im Zuge des Ausbaus einige Arbeiten wie Kanalsanierung, Verlegen von Leitungen und vor allem eine neue Beleuchtung im Einmündungsbereich bei Tambach. Bauersachs: "Wenn die Maßnahmen abgeschlossen sind, wird sich ein völlig verändertes Bild ergeben."