Der Startschuss für den weltweiten Wettbewerb "Stadtradeln - Radeln für ein gutes Klima" fiel gemeinsam mit dem offiziellen Auftakt der AOK/ADFC-Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit" in der Gemeinde Ebersdorf.

Ab sofort sind alle, die in der Stadt oder dem Landkreis Coburg wohnen, arbeiten, einem Verein angehören oder die Hochschule/Schule besuchen aufgerufen drei Wochen lang so viele Kilometer mit dem Fahrrad zu sammeln wie möglich. Bei die parallellaufende Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit" geht es darum bis zum 31. August an mindestens 20 Tagen mit dem Rad zur Arbeit zu fahren.

"Es freut mich außerordentlich, dass die Aktionen landkreisweit so gut angenommen werden und sich auch in Ebersdorf schon viele Radlerinnen und Radler registriert haben", betonte Bürgermeister Bernd Reisenweber. Mit ihrer Teilnahme erhalten oder verbessern die Teilnehmer nicht nur ihre sportliche Kondition, sondern leisten einen Beitrag für unser Klima, da sie CO2 vermeiden." Für Radfahrer habe nach Meinung des Bürgermeisters die Region viel zu bieten. Auch wenn sich die Gemeinde mit dem Sieg des Kreiswettbewerbs ein sportliches Ziel gesteckt habe, stehe der Gemeinschaftssinn im Vordergrund. Um Radler anzuspornen, sich zu registrieren, wurde ein Radler-Ausweis entwickelt, der im Ebersdorfer Rathaus abgeholt werden kann. Mit ihm gibt es für alle Teilnehmer Vergünstigungen, beispielsweise bei verschiedenen Metzgereien und Einzelhändlern.

Landrat Michael Busch ging auf die Historie des Fahrrads näher ein, das vor 200 Jahren erfunden wurde und nach wie vor ein hochmodernes und zukunftsfähiges Transportmittel ist. Um das Radfahren zu fördern, tut der Landkreis einiges. Mit der Radl-Aktion etwa soll das Miteinander im Straßenverkehr gefördert werden. Ferner ist der Landkreis bei allen Straßenbauprojekten darum bemüht, auch die Radverkehrsinfrastruktur zu verbessern. In den nächsten beiden Jahren werden die Radwegebeschilderungen erneuert.

Dank des VBW und DGB habe sich der Wettbewerb "Mit dem Rad zur Arbeit" zu einer bundesweiten Aktion entwickelt, führte AOK-Bereichsleiter Hubert Carl aus.

Er wies darauf hin, dass es im gleichen Zeitraum heuer die Aktion "Mit dem Rad zur Hochschule" gibt. "Es ist eine tolle Sache, umweltschonend mit dem Rad zur Arbeit zu fahren", versicherte VBW-Geschäftsführer Patrick Püttner. Das sieht auch der oberfränkische DGB-Regionsgeschäftsführer Mathias Eckardt so und regte an, attraktive Radtouren zusammenzustellen, um als Region deutschlandweit wahrgenommen zu werden.

Um gleich die ersten Kilometer auf dem Drahtesel zurückzulegen, wurden zwei unterschiedlich lange Radtouren angeboten. Eine kürzere Strecke, die auch bestens für Familien geeignet war, führte gut 14 Kilometer durch die Ebersdorfer Gemeindeteile. Auf dieser Rundtour wurden fast 200 Höhenmeter absolviert.

Eine längere Route führte über rund 43 Kilometer und 499 Höhenmeter durch den Landkreis Coburg über den Landkreis Kronach zurück nach Ebersdorf. Neben Infoständen, der Möglichkeit des Blutruckmessens und der Bestimmung der Sauerstoffsättigung im Blut konnte man bei einer Slow-Bike-Challenge mitmachen.

Beim Stadtradelwettbewerb gibt es für die zehn besten Teams, die einer gemeinnützigen Institution angehören, für die geradelten Kilometer anteilig Geld aus dem Spendenpool. Nähere Informationen gibt es auf www.stadtradeln.de. Wer teilnehmen möchte, meldet sich dort unter seiner Kommune an.

Zwischen dem 18. Juni und dem 8. Juli werden alle gefahrenen Radkilometer erfasst. Es zählen auch Kilometer, die im Urlaub mit dem Rad gefahren wurden. Die eifrigste Kommune aus dem Landkreis Coburg erhält einen Preis, ebenso die eifrigste Schule. Außerdem gibt es einen bayernweiten Fotowettbewerb der 200 jährigen Fahrradgeschichte (einsenden an koordinationsbuero@agfk-bayern.de).