Rap ist laut der Onlineplattform Wikipedia ein "schneller, rhythmischer und markanter Sprechgesang in der populären Musik und Teil der Kultur des Hip-Hop". Und genau dieser Gattung Musik hat sich schon vor geraumer Zeit Kevin Völker verschrieben. Und natürlich nennt er sich dabei im virtuellen Netz auch anders, ist er dort doch unter dem Namen Bliza zu finden.

Der 26-jährige in Lichtenfels geborene Musiker kann sich dabei noch ganz genau an die Anfänge seiner Karriere erinnern. "Ja, das war mit rund 14 Jahren als ich das erste Mal bei Freunden mit allerdings zunächst englischsprachigem Rap in Berührung kam", erzählt Kevin Völker während eines lockeren Gespräches bei herrlichem Wetter auf dem Coburger Marktplatz.


Die Leidenschaft entdeckt

Sofort war er Feuer und Flamme und schnell folgte der Schritt in Richtung der deutschen Sprache. "Da war es dann echt um mich geschehen. Hier war ich aufgehoben, hier wollte ich auch bleiben!"
Immer wieder hat er sich von damaligen Szenegrößen wie Bushido die Songs angehört, rauf und runter. Eines Tages stellte er sich die Frage: Warum machst du deutschen Rap nicht einmal selbst?
Schnell war aus dem Freundeskreis ein Kumpel gefunden und erste Aufnahmen entstanden. "Wir haben uns bei diesen Gehversuchen auch oft schlapp gelacht, aber unser Tatendrang war ungebrochen!" Demos entstanden, wobei nach eigenen Angaben "die Qualität eher bescheiden war."
Die Reaktionen und Aufmunterungen aus dem Umfeld gaben Kevin Völker jedoch recht. Er machte weiter und kaufte passende Gerätschaften, um einen fetteren Sound herausholen zu können. Von nun an ging er noch professioneller ans Werk und entwickelte in den eigenen vier Wänden seinen ersten Youtube-Song, und das mit 15 Jahren.

Dann fasste er den Mut, immer mehr in die Öffentlichkeit zu gehen. Neue Songs entstanden und machten die Runde. Das Feedback spornte ihn dabei stets an, weiter an seinen Liedern zu feilen.
Vor rund vier Jahren dann der nächste Schritt: Es entstand die Lust, mit den befreundeten Rappern J.A.M. und Smogg etwas aufzunehmen. Das Lied "96" erblickte das Licht der Welt, eine logische Anspielung auf die Postleitzahl von Coburg. "Stets ist mir wichtig, die Region, in der ich lebe, auch zu vertreten und mit einzubinden!"
Doch damit nicht genug, es musste mehr entstehen, ein fulminantes Projekt. Und dies ist nun ebenfalls auf Youtube vertreten, genau seit dem 16. April. "Das war für alle Beteiligten ein Mammutwerk. Über ein halbes Jahr mit einigen Unterbrechungen haben wir bis zur Fertigstellung gebraucht. Wenn man sich jetzt das Video so anschaut, vermag man gar nicht zu glauben, wie viel Arbeit wir da hineingesteckt haben. Zudem haben wir alles aus eigener Tasche investiert!"


Drei Songs in einem Projekt

Drehorte waren Lichtenfels, der Frankenwald und auch Coburg selbst. Für die filmische Umsetzung zeichnete sich Kapone47, beheimatet in Burgkunstadt, verantwortlich. Das Ziel bei "Hydra" war es, drei Songs in ein Projekt zu überführen und anzupassen.

"Der Name ist uns übrigens erst ganz am Ende eingefallen. Aber ich finde, wir hätten da echt keinen besseren nehmen können. Drei Köpfe, drei Songs!" Erst Bliza, dann Rapper Dena, anschließend beide zusammen. Über sechs Minuten deutscher Rap in Reinkultur! Und wie geht es weiter? Kevin Völker: "Zwei neue Songs habe ich schon im Kasten und aufgenommen. Eine weitere Videoproduktion ist dagegen noch absolut offen. Faktoren wie Zeit und Geld spielen da natürlich eine Rolle. Ansonsten werde ich weiterhin eifrig Musik machen und mich dem Vertrieb meiner eigenen T-Shirt Kollektion mit bislang drei verschiedenen Motiven widmen!"


Mal reinhören und reinschauen

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