Der Verteidiger des Coburger Gastronoms Ulrich S. hatte dies schon im Anschluss an die Urteilsverkündung in der vergangenen Woche angekündigt.

Allerdings ist das zunächst eine vorsorgliche Maßnahme, denn die Revision muss begründet werden. Und eine plausible Begründung kann Eidt erst dann formulieren, wenn das Urteil in schriftlicher Form vorliegt. "Erst dann kann ich übersehen, ob es eine Möglichkeit für die Revision gibt", erläuterte Eidt auf Tageblatt-Nachfrage. Der Anwalt schätzt, dass das schriftliche Urteil binnen einiger Wochen vorliegen könnte.


Unfall-Version nicht geglaubt

Sein Mandant, der frühere Coburger Gastronom Ulrich S. war am 15. August von der Ersten Großen Strafkammer am Landgericht Coburg zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der 55-Jährige hatte am 6. Oktober vergangenen Jahres seine Ehefrau Marie S. in der gemeinsamen Wohnung im Alten Schützenhaus mit einer Schrotflinte erschossen. Das Gericht glaubte Ulrich S. seine Unfall-Version nicht, sondern ging davon aus, dass er seine Frau vorsätzlich erschossen hatte.