Zunächst (Beginn: 18 Uhr) steht "Amphitryon - aus den Wolken kommt das Glück" auf dem Programm - eine Komödie nach Plautus, die schon zu Zeiten der Römer die antiken Theater füllte. Das P-Seminar Latein unter Leitung von Franz Hochreiner hat die Komödie übersetzt und neu geschrieben. Da sich Jupiter verwandeln kann, verwandelt er auch Latein in Deutsch. Schon lange kämpft Amphitryon, Hauptmann der thebanischen Armee, gegen Böotien. Seine wunderschöne Gattin Alkmene betet in ihrer Verzweiflung Jupiter an, den Krieg endlich zu beenden.


Die Schönheit beeindruckt den Göttervater so sehr, dass er beschließt, in Gestalt des Amphitryon Alkmene aufzusuchen, um die Ahnungslose zu verführen. Merkur, sein Begleiter, muss sich in den Trunkenbold Sosias verwandeln, den Leibdiener des Amphitryon. Als der echte Amphitryon heimkehrt, kommt es zu etlichen Verwechslungen und Verwirrungen. Schließlich greift Juno ein und ihr Göttergatte kehrt kleinlaut in den Olymp zurück.
Als Abendvorstellung folgt ab 20 Uhr "Bolero". Grundlage des Theaterprojekts der Oberstufe unter Leitung von Bernd Rosenthal ist der Text "Bolero" von David Ives, bestehend aus einem Dialog zweier Partner.


Darin geht es um Gedanken, Verhaltensweisen und vor allem Ängste, die durch Geräusche ausgelöst werden, die diese Partner während der Nacht zu Hause hören oder zu hören glauben und die sie nicht einordnen können. Unterbrochen wird das Bühnengeschehen durch selbst verfasste Monologe der Schauspieler, in der diese zur Thematik passende Geschichten vortragen, die erfunden oder doch selbst erlebt sind. Wer weiß das schon genau? Inszeniert wird die Bühnenhandlung postmodern, indem alle Schüler die Rollen übernehmen. Stets soll die Handlung als abstrakt, aber dennoch uns alle betreffend gespielt werden.


Eingeschoben in dieses Geschehen wird als "Ablenkung" des Paars von ihren Ängsten ein "Unterhaltungsprogramm", eine Eigenproduktion der Unterstufen-Theatergruppe, die vom Märchen "Froschkönig" ausgeht.