Die Badesaison ist ja wohl ohnehin vorbei. Doch auch Wassersportler, die auf dem Goldbergsee mit ihrem Boot fahren, oder Hundebesitzer, die ihren Liebling gerne am Ufer laufen lassen, sollten aufpassen: "Vorsicht Blaualgen" steht auf mehreren Hinweisschildern, die jetzt rund um das Gewässer aufgestellt worden sind. - "Wasserkontakt meiden".

"Wir haben das bei einer unserer Routinekontrollen festgestellt", sagt Matthias Traub, der beim Wasserwirtschaftsamt Kronach Betriebsbeauftragter für den Goldbergsee ist, am Mittwoch dem Tageblatt auf Anfrage. Vermutlich hätten sich die Blaualgen durch die starke Sonneneinstrahlung Mitte September sprunghaft vermehrt.


Schmerzhafte Hautreizungen

"Es besteht aber keine akute Gefahr", beruhigt er zugleich. Der Kontakt mit den Blaualgen, bei denen es sich genau genommen um eine Bakterienart handelt, könnte aber sehr wohl zu schmerzhaften Hautreizungen führen - und zwar sowohl bei Menschen als auch Tieren.

"Letztlich muss es jeder für sich entscheiden, ob er das Risiko eingeht", sagt Matthias Traub und meint damit speziell die Bootfahrer, die beim Ausüben ihres Hobbys ja nicht unbedingt in direkten Wasserkontakt kommen müssen. Grundsätzlich erinnert der Beauftragte aber auch noch einmal daran, dass der Goldbergsee kein offizieller Bade- oder Freizeitsee sei, sondern ein Hochwasserrückhaltebecken. Wassersport ist dort weder ausdrücklich verboten oder erlaubt, er wird aber seit jeher geduldet. Trotzdem werden regelmäßig Kontrollen durchgeführt, in welchem Zustand das Wasser ist. So wurde auch erst in der vergangenen Woche der Sauerstoffgehalt überprüft.


Sauerstoffgehalt in Ordnung

Ergebnis laut Matthias Traub: Alles in Ordnung! Ein solch trauriges Schicksal wie dem Westsee in Bad Staffelstein, der nach dem heißen September gekippt ist, bleibt dem Goldbergsee also erspart. Im Westsee waren in der vergangenen Woche tausende Fische verendet.

Aber zurück zu den Blaualgen: Wie verschwinden die jetzt aus dem zwischen den Coburger Stadtteilen Neuses und Beiersdorf gelegenen Goldbergsee? "Das wird sich im Laufe des Herbstes und Winters von alleine wieder regulieren", weiß Matthias Traub, es müsse also nichts aktiv gegen die Algen beziehungsweise Bakterien unternommen werden.