Seit die als national-konservativ geltende Frauke Petry den Machtkampf innerhalb der Alternative für Deutschland (AfD) für sich entschieden hat, herrscht bundesweit Unruhe in der Partei. Auch im Kreisverband Coburg/Kronach haben bereits viele Mitglieder ihre Konsequenzen daraus gezogen, dass der von ihnen favorisierte, eher als liberal geltende Bernd Lucke den Kürzeren gezogen hat. So haben allen voran der Kreisvorsitzende Stefan Zubcic sowie seine Stellvertreter Sandra Bischoff und Stefan Reich, Schriftführer Johannes Haaf sowie auch Beisitzerin Angeline Hoffmann ihren Rücktritt plus ihren Parteiaustritt erklärt.

Nun hat sich Schatzmeister Wilfried Hein aus Neustadt zu Wort gemeldet und stellt klar, dass immerhin er nicht zurückgetreten sei.

Im Auftrag des AfD-Bezirksvorsitzenden Tobias Peterka wird Hein den Kreisverband auch bis zu den für Montag, 27. Juli, angesetzten Nachwahlen in kommissarischer Form weiterführen. "Der Kreisverband besteht also weiter und ist handlungsfähig. Er stand und steht zur liberal-konservativen Grundausrichtung der Partei, die keine Extremisten, gleich welcher Couleur, in ihren Reihen duldet", schreibt Hein in einer Pressemitteilung. Und: "Vom Rücktritt meiner Vorstandskollegen bin ich durch einen Zeitungsbericht überrascht worden."

Nach Auskunft von Wilfried Hein seien im Übrigen nur etwa zehn Prozent der Mitglieder des AfD-Kreisverbands dem Parteiaustritts der genannten Vorstandsmitglieder gefolgt. ct