Der 64-Jährige erhielt 50,1 Prozent der Erststimmen - auf 32,4 Prozent kam sein schärfster Herausforderer, Coburgs Zweiter Bürgermeister Norbert Tessmer (SPD). Während sich die beiden in der Stadt Coburg ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten und Michelbach am Ende nur 34 Stimmen (0,16 Prozentpunkte) vor Tessmer lag, war es im Landkreis Coburg (49,1 Prozent zu 33,8) sowie in Kronach (56,5/26,2) eine ganz klare Sache für den CSU-Mann.

Im Schatten der beiden Platzhirsche erzielten Manuel Dethloff (Grüne; 3,9) und René Hähnlein (Linke; 3,3) immerhin kleine Achtungserfolge. Noch hinter den Kandidaten von AfD und FW landete Ulrich Herbert (1,7). Doch dem Coburger FDP-Chef dürfte ohnehin das Zweitstimmenergebnis seiner Partei wichtiger gewesen sein.

Aber auch dort konnten die Liberalen den Bundes(abwärts)trend mit 4,1 Prozent nicht stoppen. Die meisten Zweitstimmen im Wahlkreis Coburg entfielen auf die CSU, wobei die 46,7 Prozent eine klare Steigerung gegenüber dem Wahlergebnis von 2009 waren (43,0). Die SPD kletterte von 23,5 auf 27,8 Prozent. Drittstärkste Kraft wurden die Grünen mit 5,7 Prozent. Auf Rang vier landete die "Alternative für Deutschland" mit 4,3 Prozent.
Während sich Hans Michelbach, der dem Bundestag seit 1994 angehört, auf vier weitere Jahre in Berlin freuen darf, richten sich auf Norbert Tessmer jetzt viele gebannte Blicke. Schließlich wird der 60-Jährige immer wieder als möglicher Oberbürgermeister von Coburg gehandelt, falls Norbert Kastner (SPD) im März 2014 nicht noch einmal antritt.

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