Prinz Albert stand am vergangenen Samstag recht verfroren auf dem Marktplatz bis zum Start des 1. Coburger Sparkassen-Night-Run. Doch dann gingen die jüngsten Läufer in der Bambiniklasse an den Start und die Sambagruppe am Markt heizte kräftig ein.


"Ich glaube, ich habe jetzt Muskelkater"



So mancher Steppke benötigte bei seiner Laufrunde noch die helfende Hand von Mama oder Papa. Dabei meinte der Vierjährige Ben ganz cool: "Das war nur eine Runde zu laufen, eigentlich nur einmal um das große Haus." Die Medaille, die jeder der kleinen Läufer erhielt, ließ die kurze Anstrengung auch schnell vergessen. Eine der jüngsten Teilnehmerinnen, die dreijährige Jana, hatte trotzdem Bedenken: "Ich glaube ich habe jetzt Muskelkater," war ihre Einschätzung zum Rennen.


Mit Unterstützung durch das Publikum ins Ziel



Im Schülerlauf konnten man dann bereits sehr durchtrainierte und im Wettkampf erfahrene Mädchen und Jungen sehen. Johanna Pommé war mit ihrer Laufgruppe vom TSV Mönchröden gekommen und vor allem von der Stimmung begeistert. "Wir sind sehr oft auf Wettkämpfen, aber meist laufen wir einsam durch den Wald. Hier sind richtig Zuschauer auf der Strecke und auch die Eltern können uns anfeuern. Das macht richtig Spaß in der Coburger Altstadt dabei zu sein." Mit dieser Unterstützung schaffte sie dann locker den Sieg in der U16.


Tolles Programm


Die RunningBros haben bei ihrer ersten Veranstaltung auch ein richtig tolles Programm auf die Beine gestellt. Beim Hobby- und beim Hauptlauf sorgten "The Curly Buddies" für gute Stimmung am Markt. Über 100 Helfer hatte die Laufabteilung der Coburg Locals im Einsatz und allein die 60 Streckenposten hatten einiges zu tun.
Beim Start zum Hauptlauf war das Starterfeld dann auch weit in die Rosengasse hinein positioniert und die ersten Meter in der unteren Anlage gab es auch noch einiges Gedränge.


Die Profis laufen vorne



Aber dann verteilten sich die Mengen schnell, die Profis liefen unbeirrt ihr Tempo vorne weg und für viele andere galt vor allem das Mitmachen. Die Fußballjugend von Meeder hatte nach dem eigenen Rennen, dann auch alle Hände voll zu tun, um ihre Eltern zu unterstützen.


"Wir sehen das als Training"


"Wir wollen auch etwas für unsere Gesundheit tun und natürlich unseren Kindern ein Vorbild sein," meinte Adrian Bohl, der mit seinem Sohn am Start war. Am Ende konnte er mit seiner Einstellung doch noch vier Läufer hinter sich lassen und da stört es niemanden, dass er doppelt so lang unterwegs war wie der Sieger. Eine weitere laufbegeisterte Mannschaft ist das Coburg Fire Challenge Team der Coburger Feuerwehr, das neben Volksläufen vor allem bei Feuerwehrwettkämpfen an den Start geht. "Wir sehen dies als Training, das auch noch Spaß macht. Eigentlich sind wir sonst bei Feuerwehr-Wettkämpfen in ganz Deutschland unterwegs," sagt Kommandant Thomas Fritz zur Motivation seines Teams.

TV 48 Coburg auf dem Podest

Ganz oben am Podest stand Dominic Arnold vom TV48 Coburg vor seinen Vereinskameraden Christian Witt. Die Damenwertung gewann Heike Dworschak vom TSV 1860 Staffelstein. Auch der Schirmherr der Veranstaltung, Dieter Baumann (siehe auch Seite 16), zeigte mit seinem 7. Platz, dass er ohne viel Training noch gut dabei ist. Bei der Siegerehrung am Albertsplatz war dann trotz der Kälte eine super Stimmung. Der ein oder andere Durchtrainierte wagte sogar noch ein Tänzchen.