Die Bayreuther Stadthalle soll nach Abschluss der aktuell laufenden Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten einen neuen Namen bekommen. Denkbar wäre beispielsweise Jean-Paul-Kulturzentrum oder Franz-Liszt-Halle, teilte die Stadtverwaltung am Dienstag (18. Juli) mit.

Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe hat dem Ältestenausschuss in seiner jüngsten Sitzung hierzu einen Ideenwettbewerb vorgeschlagen. Bayreuths Bürgerinnen und Bürger sollen die Gelegenheit bekommen, Vorschläge für die künftige Namensgebung einzureichen, eine Jury, in der auch die Stadtratsfraktionen vertreten sein werden, soll dann über die Vorschläge entscheiden.


Bis Ende des Jahres 2019 wird die Bayreuther Stadthalle für rund 55 Millionen Euro umgebaut. Das Großprojekt wird mit 35 Millionen Euro gefördert. Gebaut wird seit Mai 2017.

Dem Start der Bauarbeiten waren jahrelange intensive Diskussionen in den Stadtratsgremien vorausgegangen. Im Vorfeld hatte die Stadt einen europaweiten Realisierungswettbewerb ausgelobt, an dem sich 22 Büros mit ihren Entwürfen beteiligt hatten. Der Stadtrat hatte Ende April 2015 für die sogenannte "große Lösung" zur Sanierung der Stadthalle gestimmt und diesen Grundsatzbeschluss im November 2015 nochmals bestätigt. Am 8. Mai 2016 scheiterte ein Bürgerbegehren gegen die große Sanierungslösung.



Der Umbau beinhaltet unter anderem auch deutliche akustische Verbesserungen im Großen Haus der Stadthalle. Außerdem werden laut Stadtverwaltung insbesondere Belange eines zeitgemäßen und wirtschaftlichen Veranstaltungsbetriebs, des Brandschutzes sowie der Barrierefreiheit und der Energieeffizienz berücksichtigt.