Regionalliga-Schlusslicht mit vier Punkten nach acht Spieltagen, dazu das frühe Aus im Totopokal gegen den klassentieferen Erzrivalen SpVgg Bayern Hof - die SpVgg Bayreuth steckt in der sportlichen Krise. Nun haben die Verantwortlichen gehandelt und den Trainer gewechselt.

Timo Rost übernimmt für den bisherigen Coach Josef Albersinger, der damit nur etwas mehr als drei Monate im Amt war. "Der Saisonverlauf ist nicht zufriedenstellend", sagte Wolfgang Gruber, Mitglied der Geschäftsführung der Spielbetriebs-GmbH der SpVgg bei der Presskonferenz am Dienstag: "Das hat uns sportlich und wirtschaftlich Sorgen bereitet und uns veranlasst, an den Stellschrauben zu drehen."

Gruber habe keine Entwicklung in der Mannschaft gesehen und ein Mentalitätsproblem festgestellt. So unter anderem beim zurückliegenden 2:2 beim FC Pipinsried, als die Altstädter in den letzten 20 Minuten kopflos agierten und einen 2:0-Vorsprung aus der Hand gaben. Mehr Struktur ins Team zu bringen, ist nun die Aufgabe von Timo Rost, der einen Zwei-Jahres-Vertrag bei der SpVgg erhält. Der 40-jährige Ex-Profi - er spielte unter anderem für 1. FC Nürnberg, VfB Stuttgart, Energie Cottbus und RB Leipzig - kennt die Regionalliga. Er trainierte in dieser Liga den FC Amberg und schaffte in der vergangenen Spielzeit mit der U23 der SpVgg Greuther Fürth den Klassenerhalt. Dieser hat für Rost - er war bei der Pressekonferenz privat verhindert - nun auch mit der schwächelnden SpVgg Bayreuth oberste Priorität.

Wie es mit Albersinger weitergeht, ist offen. Der bisherige Coach ist nicht gefeuert. Die SpVgg-Verantwortlichen machten keinen Hehl daraus, dass eine Trennung von Albersinger finanziell "sehr weh tun" würde, da er einen gültigen Zwei-Jahres-Vertrag habe. Nun werde die Möglichkeit geprüft, Albersinger auf "eine sinnvolle Position im Verein" zu heben.