Die Bayreuth Tigers haben die erste Chance auf den Klassenerhalt in der DEL2 vertan: Trotz einer guten Leistung verloren sie die dramatische Partie bei den Lausitzer Füchsen mit 3:6 (1:2, 2:1, 0:3) und zogen damit in der ersten Play-down-Runde mit 3:4 den Kürzeren gegen das Team aus Weißwasser.

Nun treffen die Bayreuther in der zweiten Abstiegsrunde (Best of seven) ab Donnerstag (19.30 Uhr) auf die Tölzer Löwen. Der Verlierer dieser Serie ist sportlicher Absteiger, der Gewinner bleibt in der DEL2. Die zweite Runde hat es mit Spielen im Zweitagerhythmus in sich.


DEL2, Play-downs 1, Spiel 7

Lausitzer Füchse -
Bayreuth Tigers 6:3

Mit Rückkehrer Eric Chouinard und dem Nürnberger Förderlizenzspieler Eugen Alanov, aber ohne den gesperrten Torjäger Anthony Luciani traten die Tigers zum entscheidenden siebten Spiel an. Sie waren im ersten Drittel läuferisch überlegen und gaben das Tempo vor.

So gingen die Füchse überraschend in Führung: Roope Ranta hatte den Torschützen Feodor Boiarchinov sehr gut in Szene gesetzt. Etwa drei Minuten später antworteten die Bayreuther in Überzahl mit dem Ausgleich: Der sehr präsente Alanov verwertete einen Abpraller zum 1:1. Doch die Gastgeber gingen mit einer Führung in die erste Drittelpause: Der Ex-Bayreuther David Kuchejda erzielte ebenfalls im Powerplay das 2:1.

Im zweiten Abschnitt bestimmten zunächst die Füchse das Geschehen, Ranta legt mit einem Schuss ins lange Eck das 3:1 nach. Die Tigers standen mit dem Rücken zur Wand, bewiesen aber Moral. Nach schöner Vorarbeit von Alanov gelang Sergej Stas der Anschlusstreffer. Und die Gäste drängten auf den Ausgleich, doch Sebastian Busch, Alanov und Andreas Geigenmüller scheiterten. Erst Michal Bartosch war erfolgreich: Er bugsierte den Puck nach einem Geigenmüller-Pass ins Tor. In der Folge vergaben beide Mannschaften bei Großchancen einen weiteren Treffer.

Im Schlussabschnitt waren beide Teams zunächst auf das Vermeiden von Fehlern aus. Erst nach Jeff Hayes' Alleingang (48.) - die Scheibe ging knapp über die Querlatte - nahm die Partie wieder Fahrt auf. Nur kurz darauf traf Ranta mit einem Schuss von der blauen Linie zum 4:3. Der Treffer hatte auch nach Sichtung des Videobeweises Gültigkeit.

Bayreuth antwortete mit druckvollem Spiel und kreierte mehrere Chancen. Aber selbst ein Penalty, geschossen von Geigenmüller, brachte keinen Treffer. Allerdings war kurz zuvor auch Boiarchinov mit einem Strafschuss an Tigers-Torwart Tomas Vosvrda gescheitert.

Und dann fiel die Entscheidung: Nach einem Scheibenverlust der Tigers an der Bande im eigenen Drittel kam Anders Eriksson frei zum Schuss - 5:3 bei zwei Minuten Restspielzeit. Der Schwede stellte, nachdem die Tigers den Torhüter für einen sechsten Feldspieler vom Eis genommen hatten, mit einem Schuss ins leere Tor den 6:3-Endstand her.
Zuschauer: 2750. - Strafminuten: Weißwasser 14, Bayreuth 12.

Tore:
1:0 (7.) Boiarchinov (Ranta, Hayes), 1:1 (11.) Alanov (Bartosch, Kolozvary - 5 gegen 4), 2:1 (13.) Kuchejda (Adam, Mücke - 5 gegen 4), 3:1 Ranta (Jahnke, Adam), 3:2 (27.) Stas (Alanov, Heider), 3:3 (30.) Bartosch (Geigenmüller, Kolozvary), 4:3 (48.) Ranta (Hayes, Bär), 5:3 (58.) Eriksson (Tegkaev, Mücke), 6:3 (60.) Eriksson (Ranta, Boiarchinov - Empty Net).


Play-downs 2, Spiel 1

Tölzer Löwen -
Bayreuth Tigers

Wie die Tigers haben auch die Löwen bereits sieben Play-down-Spiele in den Beinen. Die Tölzer mussten sich dem EHC Freiburg mit 3:4 Siegen geschlagen geben. Nun wartet das nächste Mammutprogramm auf die Teams. Die angesetzten Termine: Grünndonnerstag, Samstag, Ostermontag, Mittwoch, Freitag, Sonntag, Dienstag.

Die Hauptrundenbilanz spricht gegen die Tigers: Einem Bayreuther Heimsieg stehen drei Erfolge der Oberbayern gegenüber.

Zum Ende der Hauptrunde hatten die Tölzer vor allem dank des finnischen Torwarts Mikko Rämö und des kanadischen Verteidigers Casey Borer die bis dahin sehr löchrige Abwehr stabilisiert. Doch in den letzten Partien der ersten Abstiegsrunde wackelte die Defensive vor allem auf fremden Eis wieder: In Freiburg verloren die Löwen 3:7 und 2:5.

Die vielen Gegentreffer konnte auch die Offensive um Torjäger Johannes Sedlmayr, Hauptrunden-Topscorer Philipp Schlager, den slowenischen Olympiateilnehmer Marcel Rodman und den routinierten Ex-Nationalspieler Klaus Kathan nicht kompensieren. red