Von den Crocodiles Hamburg kommt der 19-jährige Marvin Walz nach Bayreuth und unterschreibt einen Einjahresvertrag. Gleich zwei Jahre bindet sich Martin Heider an die Tigers. Der 31-Jährige geht damit in seine dritte Saison im Bayreuther Trikot - egal ob in der DEL2 oder der Oberliga.

"Wir sind darauf bedacht, dass wir einerseits genug Erfahrung im Team haben, aber andererseits auch junge und hungrige Spieler, die gewillt sind, etwas zu erreichen", wird Trainer Petri Kujala in einer Mitteilung zitiert.

In die zweite Kategorie gehört Marvin Walz. Er lernte das Eishockeyspielen in seiner Heimatstadt Mannheim und war dort für MERC-Jungadler im Einsatz. Im Jahr 2016 zog es den 1,90 Meter großen und 88 Kilogramm schweren Linksschützen nach Hamburg. Die Young Freezers, die damals in der DNL spielten, waren seine erste Station. Nach dem finanziellen Aus der Freezers wechselte Walz zu den Crocodiles, wo er als 17-Jähriger in der Oberliga Nord debütierte. Hier wurde der gelernte Stürmer zudem zum Verteidiger umgeschult.


Training mit Ex-NHL-Profi

Unter anderem profitierte er bei den Crocodiles von der Erfahrung des ehemaligen NHL-Profis und Nationalspielers Christoph Schubert. "Von Schubi konnte ich im Training einiges lernen. Außerdem macht es natürlich Riesenspaß, mit einem solchen klasse Verteidiger zusammenzuspielen - und bayerisch konnte ich auch ein wenig lernen", blickt Walz auf seine Zeit in Hamburg mit dem gebürtigen Münchner zurück.

Nun will der 19-Jährige, dem eine gute Übersicht und ein körperbetontes Spiel attestiert werden, in Bayreuth den nächsten Schritt in seiner Karriere machen. "Ich werde hart arbeiten und hoffe natürlich, dass ich viel Eiszeit bekomme und dem Team helfen kann", sagt Walz, der zudem an der Universität Bayreuth ein Studium (internationales Management) anpeilt. "Marvin ist ein junger, aber für sein Alter schon mit ein wenig Erfahrung ausgestatteter Verteidiger, der uns sehr empfohlen worden ist", sagt Kujala. "Er wird sicher noch lernen, aber diese Zeit geben wir ihm."

Deutlich weniger Eingewöhnungszeit wird dagegen Martin Heider brauchen. In zwei DEL2-Spielzeiten hat er bereits seine Bedeutung für die Tigers unter Beweis gestellt. Der Deutsch-Tscheche blickt mittlerweile auf die Erfahrung von 482 Partien in Deutschlands zweithöchster Spielklasse zurück. Zusätzlich lief er 17 Mal in der DEL für die Grizzly Adams Wolfsburg auf.


Großes Verletzungspech

Für die Tigers bestritt der technisch versierte Linksschütze 85 Pflichtspiele (20 Scorerpunkte). In der Vorsaison hatte er großes Verletzungspech und verpasste 34 Partien. Doch die Probleme gehören der Vergangenheit an. Tigers-Trainer Kujala setzt große Hoffnungen in den Routinier: "Martin mit seiner Vita und seiner Routine kann sicher einer der Eckpfeiler sein. Nach der vergangenen, für ihn sehr schweren Saison greift er neu an und wird uns garantiert helfen." red