Die Polizeiinspektion Hof untersucht einen Zwischenfall, der sich nach Spielende ereignet hat.

"Ein Spieler der SpVgg Bayreuth schlug beim Verlassen des Platzes gegen ein Mischpult der Lautsprecheranlage. Dabei kam es dann zwischen dem Tontechniker und dem Spieler zu einer Auseinandersetzung", heißt es in einer Mitteilung der Hofer Polizei, die wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung ermittelt.

Im sozialen Netzwerk Facebook macht derweil eine Nachricht die Runde, in der dem Bayreuther Spieler vorgeworfen wird, das "Mischpult kaputt" und den Tontechniker anschließend "krankenhausreif (offener Arm, Platzwunde am Kopf und beschädigtes Knie) geschlagen" zu haben.

Durch diese Facebook-Nachricht erfuhr auch der Sportliche Leiter der Bayreuther, Wolfgang Mahr, erstmals von dem Vorfall: "Ich war nach dem Spiel auf dem Platz und habe nichts mitbekommen."

Mittlerweile habe er sich von einem "glaubwürdigen Zeugen" den Vorfall schildern lassen: Demnach habe Mittelfeldspieler Anton Makarenko aus Ärger über die Niederlage und aus der Emotion heraus auf den Tisch, auf dem das Mischpult stand, geschlagen - was dann den Tontechniker auf den Plan gerufen habe. Es sei zu einer "kleineren Rangelei" gekommen, in der ein SpVgg-Spieler dem Tontechniker einen Stoß versetzt haben soll. "Makarenko war da aber nicht mehr beteiligt. Wer der andere Spieler war, weiß ich aktuell auch noch nicht", sagt Mahr. "Wir sind dabei, den Vorfall aufzuarbeiten. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass die Sache jetzt etwas heißer gekocht wird, als sie ist."

"Leichte Blessuren"

Der Pressesprecher der Polizeiinspektion Hof wertet den Vorfall als "unschöne Szene". Auf Nachfrage erklärt Mirko Mutterer: "Der Vorfall ereignete sich vor den Augen von Polizisten, meine Kollegen haben sofort eingriffen und die Parteien umgehend voneinander getrennt." Die Verletzungen des Tontechnikers bezeichnet Mutterer als "leichtere Blessuren an Kopf, Knie und Ellenbogen". Wegen der laufenden Ermittlungen könne er jedoch keine weiteren Details zu den Ereignissen bekanntgeben.

Der Teammanager der SpVgg Bayern Hof, Thomas Popp, kennt den Vorfall am Mischpult nur vom Hörensagen. Nach dem Spiel habe es auf dem Feld mehrere Grüppchenbildungen gegeben. "Das war aus der Emotion heraus - auch wegen des späten Siegtreffers. Diese Emotionen gehören zum Fußball dazu, und es hat sich auch alles schnell wieder gelegt", sagt Popp. "Insgesamt war dieses Spiel aber Werbung für den oberfränkischen Fußball." Dazu trugen auch die 1556 Zuschauer bei - auf den Rängen blieb es während des Derbys ruhig.