Medi Bayreuth kann Geschichte schreiben: Erreicht das Team von Trainer Raoul Korner die nächste Runde in der Champions League, dann steht erstmals eine Bayreuther Basketball-Mannschaft im Halbfinale eines internationalen Wettbewerbs. Den ersten Schritt dorthin ist Medi im Viertelfinal-Hinspiel mit dem 86:81-Erfolg bei den Riesen Ludwigsburg bereits gegangen. Diesen Vorsprung gilt es nun im Rückspiel (Mittwoch, 20 Uhr) in der Oberfrankenhalle zu verteidigen.


Champions League

Medi Bayreuth - Riesen Ludwigsburg

"Der Sieg und die fünf Punkte Vorsprung sind natürlich gut für uns. Mit einem Fünf-Punkte-Vorsprung haben wir in der letzten Runde schon Erfolg gehabt", sagt James Robinson. Doch der Medi-Spielmacher will den Hinspiel-Erfolg nicht überbewerten. "Wir müssen auch im Rückspiel eine solide Leistung abliefern und bereit für einen extrem harten Kampf sein."

Die dritte Bundesliga-Niederlage in Folge am vergangenen Samstagabend bei den Gießen 46ers, als die Bayreuther erneut mehr als 100 Punkte kassierten, sollte zudem Warnung genug sein. "Wir bekommen es momentan einfach nicht hin, den Fokus auf die Bundesliga und zugleich die Champions League zu richten", ist Trainer Korner unzufrieden.

Doch auch die Ludwigsburger mussten sich zuletzt im Ligabetrieb geschlagen geben. In Bamberg verloren die Schwaben mit 73:80. "Wir gehen mit einem fünf Punkte Defizit in das Spiel, aber es verbleiben noch 40 Minuten", sagt Riesen-Trainer John Patrick. "Wir müssen die nötigen Umstellungen vornehmen und vor allem besser verteidigen. Bayreuth ist eine sehr offensivstarke und ausgeglichene Mannschaft, die in Gabe York den Schlüsselspieler hat. Die Chance auf ein Finalturnier im europäischen Wettbewerb hat man nicht jeden Tag."

Für die Ludwigsburger ist es im zweiten Jahr der noch jungen Champions-League-Geschichte die zweite Chance auf den Einzug in das Final-Four-Turnier. Im Vorjahr scheiterten die Riesen knapp im Viertelfinale. Gegen den späteren Endspielteilnehmer BK Banvit Bandirma fehlte nur ein Punkt.

Gute Chancen auf das Finalturnier haben in diesem Jahr der französische Tabellenführer AS Monaco und der spanische Spitzenclub UCAM Murcia - sie haben ihre Viertelfinal-Hinspiele auswärts gewonnen. Murcia mit 79:65 bei Pinar Karsiyaka (Türkei), Monaco 85:77 bei Banvit Bandirma. Zudem siegte AEK Athen in eigener Halle mit 78:69 gegen SIG Straßburg.