Medi Bayreuth hat die vorletzte Lücke im Kader für die Ende September beginnende Saison 2018/19 mit einer spektakulären Verpflichtung geschlossen: Von den Utah Jazz aus der NBA, der besten Liga der Welt, wechselt der US-Amerikaner David Stockton in die Wagnerstadt.
Stocktons Vater John ist noch immer der beste Vorlagengeber der NBA-Geschichte und Teil des legendären "Dream Teams", das bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona auftrumpfte und die Goldmedaille gewinnen konnte. Sein Bruder Michael ging in der zurückliegenden Spielzeit für Ligakonkurrent BG Göttingen auf Korbjagd.

"Man sagt ja, gut Ding braucht Weile. Und in diesem Fall trifft das absolut zu. Mit David haben wir einen klassischen Playmaker verpflichtet, der sowohl den Gegenangriff antreiben als auch im Halbfeld organisieren kann", freut sich Medi-Coach Raoul Korner über den Transfercoup. Stockton habe "die Fähigkeit, seine Mitspieler besser zu machen, ist aber auch in der Lage, selbst zu scoren". Korner weiter: "Sein hoher Basketball-IQ und sein Kampfgeist wurden ihm praktisch in die Wiege gelegt. Mit seinen Fähigkeiten ist er für unser Team eine enorme Bereicherung."

Stockton absolvierte seine College-Laufbahn an der renommierten Gonzaga University und pendelte mehrfach zwischen G-League und NBA. Zuletzt stand der 27-jährige, 1,80 Meter große und 74 Kilogramm schwere Aufbauspieler- wie einst sein Vater - im Kader der Utah Jazz. Auslandserfahrung sammelte Stockton in Neuseeland und beim kroatischen Spitzenclub KK Cedevita Zagreb.
"Ich war auf der Suche nach einer professionellen Atmosphäre, in der sich meine Familie wohl fühlen würde. Zudem sollte das Team wettbewerbsfähig sein und eine großartige Fangemeinde haben. Nachdem ich mit Coach Korner gesprochen hatte, hat es mir die Entscheidung für Bayreuth leichtgemacht. Ich bin wirklich schon sehr aufgeregt, in Bayreuth zu spielen", freut sich der US-Guard auf seine neue Aufgabe.
Die Bayreuther starten am kommenden Montag, 6. August, in die Vorbereitung auf die neue Bundesliga-Saison.


Nate Linhart nach Belgien

Zwischenzeitlich steht auch fest, dass US-Routinier Nate Linhart nicht in die Wagnerstadt zurückkehren wird. Der Point Forward unterzeichnete einen Vertrag beim belgischen Erstligisten Spirou Charleroi und wird dort künftig Seite an Seite mit dem letztjährigen Würzburger Clifford Hammonds spielen.


Begehrte Dauerkarten

Die aktuelle Nachfrage nach Saisontickets liege, so Geschäftsführer Werner Pfauntsch, deutlich über dem Vorjahresniveau. Aufgrund der neuen Hinterkorbtribüne unter der großen Anzeigetafel sind aber dennoch noch ausreichend Top-Plätze verfügbar. Die Kartenpreise hat Medi gegenüber der Vorsaison nicht erhöht.
Der aktuelle Kader: David Stockton (USA), Gregor Hrovat (Slowenien), Kassius Robertson (Kanada), Nikolas Raivio (Deutschland/USA), De'Mon Brooks (USA), Hassan Martin (USA), Lukas Meisner (Columbia Universität), Andreas Seiferth, Steve Wachalski, Bastian Doreth.
Abgänge: Gabe York (USA), John Cox (USA), Robin Amaize (FC Bayern München), Assem Marei (Karsiyaka/Türkei), James Robinson (Bnei Herzeliya/Israel), Nate Linhart (Spirou Charleroi/Belgien).