Die Bayreuth Tigers sind in der 2. Eishockey-Bundesliga DEL 2 längst wieder konkurrenzfähig. Durch den 6:1-Kantersieg am Freitagabend gaben sie die Rote Laterne an den Deggendorfer SC ab. Es war der fünfte Sieg in Folge für die Wagnerstädter, dabei vier auf fremdem Eis. Doch gestern abend wurde die Serie der Wagnerstädter gestoppt. Gegen die Frankfurt Lions verloren sie vor 1805 Zuschauern durch ein Gegentor kurz vor Ablauf der regulären 60 Minuten etwas unglücklich mit 1:2. Bayreuth Tigers - Frankfurt Lions 1:2 (1:1, 0:0, 0:1) Der starke Lauf der Tigers sorgte für sichtbar gestiegenes Selbstvertrauen. Beide Teams spielten mit offenem Visier und sorgten so für ein kurzweiliges Duell. Mit dem ersten Powerplay gingen die Gastgeber in Führung. Heatley stand goldrichtig und staubte nach einem Fernschuss ab. Als der Frankfurter Mitchell auf der linken Außenbahn zu viel Platz hatte, nutzte er das perfekt und bediente Proft zentral, der direkt zum Ausgleich traf.

Auch im Mittelabschnitt spielten die Oberfranken auf Augenhöhe mit dem Favoriten aus Frankfurt. So visierte Kolozvary einmal die Latte an (29.), und bei Großchancen von Bartosch und Kunz reagierte Löwen-Torwart Andryukhov prächtig. Bei einem Nachsetzen von Kunz wäre vielleicht auch ein Penalty möglich gewesen, doch die Unparteiischen entschieden auf zwei Minuten, was die Tigers in doppelte Überzahl brachte. Diese Phase spielte Bayreuth aber etwas zu statisch, so dass sie Frankfurt unbeschadet überstand.

Daraus zogen die Löwen offensichtlich neue Kraft, denn danach legten sie wieder einen Gang zu. Ein sehr starker Jaeger, das nötige Quäntchen Glück und aufopferungsvoll kämpfende Wagnerstädter hielten das Unentschieden bis zur zweiten Pause.

Im Schlussdrittel baute der Favorit aus der Mainmetropole immer mehr Druck auf. Wieder hielten ein famoser Jaeger und seine Vorderleute das Remis, weil man die Räume eng genug machte. In Überzahl konnten die Bayreuther das Spiel wieder auf die andere Seite verlagern. Bei einigen turbulenten Szenen vor Andryukhov fehlte nur der krönende Abschluss.

In der Schlussphase unterlief den Tigers aber ein Fehler in der Offensive, den die Gäste zu einem 3:1-Überzahl-Konter nutzten, den Breitkreuz mit dem 1:2 bestrafte. Tore: 1:0 Heatley (5.), 1:1 Proft (9.), 1:2 Breitkreuz (58.). - Zuschauer: 1805. - Strafminuten:

2/14. Eispiraten Crimmitschau - Bayreuth Tigers 1:6 (0:2, 0:1, 1:3) Mit hoher Laufbereitschaft und intensivem Forechecking gingen die Tigers ans Werk. So ging auch das 0:1 durch Simon Mayr völlig in Ordnung. Kurz vor Ablauf des Abschnitts fiel der zweite Treffer für Bayreuth. Järveläinen ließ Kilar keine Chance.

Im Mittelabschnitt rettete Torwart Brett Jaeger den Bayreuthern den Vorsprung. Mit Ablauf einer Strafe gegen den Einheimischen Klöpper klingelte es erneut im Tor der Gastgeber - Newton traf von der blauen Linie durch Freund und Feind hindurch zum 0:3. Die Tigers machten im letzten Drittel wieder Dampf. Newton traf zwei Mal nur Metall. Crimmitschau war sichtlich bemüht, aber es wollte nichts klappen. Gams, Gläser und Heider schraubten das Ergebnis auf 0:6, ehe den Sachen noch der Ehrentreffer glückte.

Sechs Tore, sechs Torschützen - wie in den vorangegangenen Spielen überzeugten die Tigers mit einer mannschaftlichen Geschlossenheit. "Ich kann meiner Mannschaft nur gratulieren. Insgesamt haben wir eine gute Leistung gesehen", war Tigers-Coach Petri Kujala sichtlich zufrieden. "So schlecht haben wir gar nicht gespielt. Wir haben nur zu leichte Tore zugelassen und müssen einfach mehr Tore schießen", sagte sein Pendant Kim Collins. Tore: 0:1 (12.) Mayr, 0:2 (20.) Järveläinen, 0:3 (39.) Newton, 0:4 (57.) Bartosch, 0:5 (57.) Gläser, 0:6 (58.) Heider, 1:6 (60.) Flick. - Zuschauer: 1917. - Strafminuten: 12/14.av