Nachdem der 52-jährige Fußballtrainer des Regionalligisten SpVgg Bayreuth am Sonntagvormittag beim Kegeln einen Herzinfarkt erlitten hatte, war er von den Ärzten im Hildburghausener Klinikum ins künstliche Koma versetzt worden.

Dieter Kurth gehe es "den Umständen entsprechend gut", vermeldete die SpVgg Bayreuth gestern abend. Besonders erfreulich sei, dass sein Gehirn nach dem Herzinfarkt offenbar zu keinem Zeitpunkt unterversorgt war - bleibende Schäden seien deshalb unwahrscheinlich, heißt es. In den nächsten Tagen brauche der 52-Jährige allerdings Ruhe, um sich weiter zu stabilisieren. "Wir sind natürlich unglaublich erleichtert, dass er wohlauf ist", sagt SpVgg-Geschäftsführer Jörg Neukam. "Jetzt muss er sich erst einmal gut erholen."

Hilft Starke aus?

Die Verantwortlichen in der Wagnerstadt um Aufsichtsratsvorsitzenden Mathias Fleischmann müssen dennoch von einem längerfristigen Ausfall ihres Übungsleiters ausgehen. Da mehrmonatige Rehabilitationsmaßnahmen bei einer Herzattacke die Regel sind, ist höchst unwahrscheinlich, dass Dieter Kurth kurzfristig an die Seitenlinie zurückkehren kann.
Nach Informationen unserer Zeitung hat die SpVgg deshalb die Fühler nach Christoph Starke ausgestreckt. Der langjährige Trainer des FC Eintracht Bamberg ist im Besitz der A-Lizenz und kennt die Regionalliga Bayern gut. Starke selbst wollte sich gestern dazu nicht äußern. Vorübergehend leiten die Co-Trainer Marc Reinhardt und Jörg Pötzinger das Training. Am Freitagabend gastiert die SpVgg Bayreuth beim FC Memmingen. oph/cs