Medi Bayreuth hat im vierten Saisonspiel der Basketball-Champions-League die vierte Niederlage einstecken müssen. Beim Favoriten Virtus Bologna hielten die Oberfranken lange gut mit. Im letzten Viertel trafen die Bayreuther aber kaum noch den Korb und mussten eine 67:74-Niederlage quittieren.

Die Bayreuther starteten gut ins Spiel gegen die dauerhaft lautstark unterstützten Italiener. Aus einer überzeugenden Verteidigung heraus starteten die Oberfranken gefährliche Anriffe. Trotz des Ausfalls des früheren Bayreuthers Brian Qvale (Rückenprobleme) auf der Centerposition hatte Bologna Größenvorteile. Auch wenn das Reboundduell bis zur Pause knapp an Virtus ging (22:19) - Medi Bayreuth war auf Augenhöhe. Das zeigte sich auch im Resultat: Auch bei einem zwischenzeitlichen Sechs-Zähler-Rückstand (19:25) hatte man nie das Gefühl, als könnte die Truppe von Stefano Sacripanti entscheidend davonziehen.

Das lag insbesondere an der Mentalität und der starken Vorstellung von Andreas Seifert, der an beiden Seiten des Felds überzeugte, bis zu diesem Zeitpunkt acht Punkte ohne Fehlwurf zu Buche stehen hatte.

Die nötige Intensität hielt Medi Bayreuth auch nach der Pause aufrecht, ging durch Hassan Martin erstmals nach den ersten Punkten der Partie wieder in Führung (38:36/22.).

Doch auch die Bologna-Spieler ließen sich nicht lumpen, nutzten kleinste Fehler schamlos aus, konterten und zogen auf 51:45 davon. Einmal mehr entwickelte sich ein Basketballkrimi mit Bayreuther Beteiligung. Die Oberfranken blieben trotz des frühen vierten Fouls von David Stockton, einer schwachen Darbietung von Adonis Thomas (0 Punkte zur Pause) und - offensiv - auch von Gregor Hrovat (1/9) im Spiel. Lukas Meisner und Bastian Doreth konterten postwendend mit zwei Dreiern, die Partie wogte hin und her, mit einer Zwei-Punkte-Führung der Hausherren ging es ins finale Viertel.

Und dort blieb Bayreuth zunächst dran. Meisner und Kassius Rober legten Dreier nach. Auf der anderen Seite zeigte sich Bologna unbeeindruckt. Es war schlichtweg großer Sport beider Teams. Die Gastgeber gingen mit 66:59 in Führung und schienen vier Minuten vor dem Ende auf der Siegerstraße, zumal Kevin Punter mit einem Neunmeter-Dreier über das Brett den Vorsprung sogar noch auf acht Zähler schraubte (38.). De'Mon Brooks hielt von der Freiwurflinie dagegen, doch Bologna mit seiner Klasse ließ sich den Vorsprung nicht mehr nehmen, M'Baye mit einem Dreier mit Ablauf der Uhr setzte den Schlusspunkt. Virtus Bologna - Medi Bayreuth 74:67 (19:19, 15:12, 19:20, 21:16) Medi Bayreuth: de'Mon Brooks (10), Hrovat (4), Martin (10), Robertson (12), Thomas (2), Doreth (3), Meisner (8), Seiferth (11), Stockton (7), Wachalski.