"Es war ein Spiel mit viel Intensität. Spielentscheidend war, dass unsere Verteidigung gut, für mich sogar sehr gut, war. Wir haben nur 68 Punkte zugelassen, das ist eine gute Leistung. Im Angriff haben wir es mit spielerischen Mitteln aber zu selten geschafft, die clevere Verteidigung der Berliner auseinander zu reißen. Über 40 Minuten kann man so ein Spiel nicht gewinnen. Immer, wenn wir dran waren, haben wir kleine Fehler gemacht, die uns zurückgeworfen haben. Dadurch haben wir das Spiel verdient verloren", fasste medi-Headcoach Michael Koch nach der Partie treffend zusammen. Bayreuth startete stark, konnte das erste Viertel knapp gewinnen (18:16, 10.), danach übernahmen jedoch die Berliner, die sich bis zur Pause einen 32:26-Vorsprung (20.) herausarbeiten konnten.

Mit einem starken Start ins dritte Viertel setzen sich die "Albatrosse" schnell weiter ab: Ein Freiwurf von Forward Jamel McLean sorgte beim 37:26 für die bis dahin höchste Berliner Führung (23.). Doch die Hausherren waren nicht gewillt, die Gäste kampflos davonziehen zu lassen, legten einen 13:4-Lauf hin und kam so ins Spiel zurück. Doch der Vizemeister erwies sich als zu stark: Auch wenn Bayreuth die gesamte Zeit in Lauerstellung blieb, sollte ALBA die Führung bis zum Schluss nicht mehr abgeben. Ein Dreier von McLean mit der Sirene zum 68:58 setzte schließlich den Schlusspunkt unter eine dramatische und unterhaltsame Partie. Aufmunternde Worte gab es in der Pressekonferenz von Gästecoach Sasa Obradovic für die tapfer kämpfenden Wagnerstädter: "Bayreuth hat ein sehr solides Team, wenn sie gegen andere Mannschaften so spielen wie gegen uns, dann werden sie keine Probleme in dieser Saison bekommen. Ich glaube, mit ihrem Center, der nicht spielen konnte. werden sie noch mehr Qualität bekommen."

Bester Werfer Bayreuth:
Hughes (18), Bowman (16)
Beste Werfer Berlin: Hammonds (17), McLean (15), Redding (11), Giffey (10)