Nach flottem, offensivem Beginn der Tigers, denen trotz einiger Möglichkeiten kein Treffer gelang, gelang den Gästen nach sieben Minuten die Führung. Nach einem viel zu leicht gewonnenen Zweikampf steuerten zwei Breisgauer auf nur noch einen "Gelb-Schwarzen" zu. Wittfoth wurde sauber freigespielt und vollendete trocken. Die Wagnerstädter hatten aber sofort eine passende Antwort parat. Nachdem sich Bartosch an der Bande durchsetzen konnte, traf der angespielte Kolozvary mit langem Schläger nur 28 Sekunden später zum Ausgleich.
Die Oberfranken hatten danach zwar mehr Spielanteile und Torschüsse, aber nur wenige klare Chancen. Selbst eine fast vierminütige Überzahl konnten die Tigers nicht nutzen.
Im Mittelabschnitt wurden dann die "Rot-Weißen" etwas aktiver und legten öfters den Vorwärtsgang ein. Einige Male herrschte dann auch ziemliche Unordnung in der Bayreuther Defensive.
In der 26. Minute scheiterten auf der anderen Seite kurz nacheinander Kolupaylo und Bartosch. Fünf Minuten vor der zweiten Pause kassierten die Tigers zwei Strafen und mussten dabei knapp 30 Sekunden in zweifacher Unterzahl überstehen. Kaum wieder komplett, setzten sie zum Gegenzug an. Erst verzog Kolozvary noch, doch im zweiten Versuch hämmerte Pavlu die Scheibe von der blauen Linie platziert ins Netz.
Keine zwei Minuten später fiel wieder der Ausgleich. Nach einem Pfostentreffer nahm Freiburgs Förderlizenzverteidiger Mund noch einmal aus der Ferne Maß, und sein Schuss schlug leicht abgefälscht zum 2:2 ein.
Doch sofort nach Wiederanpfiff bediente Wohlberg von hinter dem Tor den völlig ungedeckten Geigenmüller, gegen dessen Direktschuss zum 3:2 Mensator machtlos war. Kurz darauf startete erneut Geigenmüller ein Solo aus der linken Angriffsecke heraus, umkurvte mehrere Gegenspieler, brachte aber die Scheibe aus kürzester Entfernung nicht am famos reagierenden Wölfe-Goalie vorbei. Das rächte sich dann kurz später, als Linsenmaier einen weiteren kapitalen Abwehrfehler der Hausherren locker zum 3:3 verwertete.
In der Verlängerung agierten die Oberfranken druckvoller, doch Kolozvary hatte Pech mit einem Pfostenknaller. Zum Ende hin schickte der Schiedsrichter dann ziemlich überzogen Potac in die Kühlbox, doch die Gäste nutzten die 3:2-Überzahl nicht.


Alle scheitern

Da weder die Bayreuther Kolozvary, Geigenmüller und Sebastian Busch noch auf der Gegenseite Billich und Haluza ihre Alleingänge verwandeln konnten, blieb die Last auf dem letzten Schützen, Marton Vas. Da der Freiburger bei seinem Versuch etwas glücklich traf, ging der Zusatzpunkt mit in den Breisgau.
Das nächste Heimspiel bestreiten die Bayreuther am Sonntag, 11. Dezember, gegen die Bietigheim Steelers.


Podzins muss gehen

Der oberfränkische Zweitligist hat sich nach vier Partien und einigen Wochen Training entschieden, den demnächst auslaufenden Probevertrag mit dem lettischen Stürmer Ainars Podzins nicht zu verlängern. Obwohl sich der Stürmer sofort gut integrierte und wahrlich kein schlechter Spieler ist, wählte die sportliche Leitung diesen Schritt. "Wir suchten und hofften auf Verbesserungen in ganz speziellen offensiven Bereichen, doch da liegen nicht die Stärken von Ainars," erklärte Teammanager Habnitt die Hintergründe.
"Das ist ja auch der Sinn von Zeitverträgen solche Feinheiten auszuprobieren. Ab dem nächsten Einsatz wären auch die Zahlungen für den Reindl-Pool fällig und da die Entscheidung den 30-tägigen Probevertrag nicht zu verlängern schon klar war, haben wir uns nach Beratungen aller Beteiligten für diesen Weg entschieden", ergänzt Habnitt. Nach dem Abschied von Podzins werden die Tigers ohne Zeitlimit weitere Möglichkeiten ausloten, um sich in den angedachten Bereichen zu verbessern und bedanken sich bei ihm für seinen Einsatz und wünschen ihm alles Gute. bis

Am Sonntag, 3. Dezember, gastieren die Bayreuther in Dresden. Das nächste Heimspiel bestreiten sie am Sonntag, 11. Dezember, gegen die Bietigheim Steelers.


EHC Bayreuth - EHC Freiburg 3:4 n. P. (1:1, 1:1, 1:1, 0:0)
Tore: 0:1 (7.) Wittfoth (Haluza, Duda); 1:1 (8.) Kolozvary (Bartosch); 2:1 (18.) Pavlu (Kolozvary); 2:2 (19.) Mund (Linsenmaier, C.Billich); 3:2 (41.) Geigenmüller (Wohlberg, Stas) 3:3 (44.) Linsenmaier (Kunz, C.Billich) 3:4 Vas (Pen). - Strafminuten: 6/6.
Bayreuth: Wiedemann, Hartung - Neher, Pavlu, Heider (2), Linden, Kasten, Potac (2), Mayer - Marsall, Kolupaylo, S.Busch, Geigenmüller, Kolozvary, Bartosch, Wohlberg (2), Piskor, Kuhn, Stas, Fröhlich, Rypar.
Freiburg: Mensator, Haas - Vavrusa (2), Meyer, Rießle, Vas, Mund, Kästle (2) - Linsenmaier, Bräuner, Saccomani, Kunz, Cihak, Haluza, Herm, Wittfoth, Wagner, Duda (2), C.Billich, Schlenker.