"Bayernliga - nie mehr!", schallte es noch lange nach Spielende durch das mit über 4000 Zuschauern nahezu ausverkaufte Rund des Bayreuther Eisstadions. Über die Eisfläche tobten indes die frisch gebackenen Meisterspieler des EHC, die kurz zuvor in einer packenden Begegnung den Ligafavoriten ERC Sonthofen mit 2:0 (0:0; 1:0; 1:0) in die Knie gezwungen und damit die Play-Off-Serie gegen die Allgäuer mit 3:1 für sich entschieden hatten.
Meistercoach Sergej Waßmiller schwärmte in der Pressekonferenz: "Es ist ein unglaublich schönes Gefühl. Ich bin schon einige Zeit in Deutschland, aber so eine Atmosphäre habe ich noch nicht erlebt!"
Vom Start weg hatten sich beide Teams nichts geschenkt, mehrfach standen auf beiden Seiten die Schlussleute im Mittelpunkt. Dann sorgte Michael Fendt kurz vor Ende des Mittelabschnitts für den ersten großen Jubel bei den Tigers-Fans: Einen Querpass von Andreas Geigenmüller versenkte der Sturm-Routinier über halblinks kommend im Sonthofener Gehäuse.
Mit wütenden Gegenangriffen drängten die Allgäuer gleich zu Beginn des Schlussdrittels auf den Ausgleich, scheiterten jedoch mehrfach am über sich hinauswachsenden Goalie Julian Bädermann, der sich zu Beginn der Play-Off-Serie gegen Sonthofen seinen Platz im Bayreuther Gehäuse vom DEL-erfahrenen Tim Siekmann zurückerobert hatte.
Mit einem Konter über die linke Seite sorgte EHC-Sturmtank Michal Bartosch bei einem Entlastungsangriff für das 2:0 (44.), das die Tigers über die Zeit retten konnten. "Julian Bädermann hat ganz hervorragend gehalten, aber ich will heute keinen einzelnen Spieler hervorheben. Es war ein Erfolg der gesamten Mannschaft, die ihre Vorgabe bestens umgesetzt hat!", resümierte Waßmiller.
"Glückwunsch an Bayreuth. Wir spielen seit zwei Jahren fast durchweg sehr gutes Eishockey und haben jetzt zum zweiten Mal knapp den angestrebten Erfolg verpasst. Das ist schon bitter", präsentierte sich Gästecoach Harald Waibel als fairer Verlierer.