Bayreuth — Ausschlaggebend für die Niederlage der Bayreuther, die einmal mehr auf ihren erkrankten Center Javon McCrea verzichten mussten, war eine schwache erste Halbzeit, in der die Mannen von Headcoach Mike Koch schon beinahe aussichtslos mit 27:54 ins Hintertreffen gerieten.
Ein komplett anderes Bild bot sich dann nach dem Seitenwechsel. Auf einmal bestimmten die Gäste das Spiel. Allen voran der Bayreuther Spielmacher Trevon Hughes war nicht in den Griff zu kriegen. 16 seiner insgesamt 24 Punkte erzielte der US-Amerikaner im dritten Viertel, an dessen Ende der Vorsprung des MBC auf acht Zähler geschmolzen war (67:59, 30.).
Im Schlussabschnitt war die Partie somit auf einmal wieder offen, vier Minuten vor Schluss konnten die Bayreuther sogar bis auf vier Zähler (76:72) verkürzen. Doch MBC-Topscorer Christian Standhardinger (21 Punkte) hielt den Erfolg der Hausherren mit fünf Zählern in Folge "fest".
"Es gibt einen realistischen Qualitätslevel zwischen beiden Teams - und das sind keine 25 Punkte Unterschied. Bayreuth hat in der ersten Halbzeit schwach gespielt und wir sehr stark. Im dritten Viertel hat sich das Blatt gedreht. Am Ende zählt aber, dass wir es geschafft haben, den Sieg nach Hause zu bringen", analysierte MBC-Cheftrainer Silvano Poropat das Spiel.
Bereits am vorangegangenen Freitag hatten sich die stark ersatzgeschwächten Wagnerstädter (ohne McCrea und Schmitz) in einem inoffiziellen Testspiel beim Liga-Konkurrenten Ludwigsburg überaus deutlich mit 57:90 (31:45) geschlagen geben müssen. F.K.