Allerdings blieb auf Bayreuther Seite vieles Stückwerk. Das war aber letztlich egal, da die mit vier Siegen in Folge im Gepäck und dementsprechendem Selbstbewusstsein angereisten Heimstettener offensiv ebenfalls harmlos blieben.
Die SpVgg-Abwehr um Kapitän Florian Ascherl und den erneut bärenstarken Mario Zitzmann ließ im gesamten Spiel nur einen echten Torschuss zu. Der allerdings war zum einen äußerst sehenswert, zum anderen sogar von Erfolg gekrönt. Schiedsrichterassistent Steffen Ehwald sah aber nach einer schönen Freistoßvariante den Torschützen Sebastian Paul im Abseits. "Wenn das Tor zählt", so SV-Trainer Vitor Moskovic, "dann gewinnen wir auch."
Doch so musste er kurz nach der Pause das 1:0 der Bayreuther ansehen, die zuletzt zwei "Heimsiege" in Weismain gefeiert hatten. Der einmal mehr sehr laufstarke Tobias Ulbricht, vor der Pause noch mit einigen gepfiffenen Stürmerfouls hadernd, stiebitzte das Leder im Mittelfeld, marschierte zielgerichtet in Richtung Strafraum und bediente den kaum gestörten Dominik Stolz, der mühelos einsenden konnte (48.).
Mit dem Treffer im Rücken taten sich die Bayreuther leichter. "Wir hatten nach dem Tor einen besseren Zugriff zum Spiel", so Christoph Starke. Der eingewechselte Marius Strangl brachte neue Dynamik in die Partie. Nachdem Kayser nach Strangls Querpass noch an Krasnic gescheitert war (65.), ließ sich Torjäger Dominik Stolz nicht zwei Mal bitten und nickte einer punktgenauen Flanke des Ex-Erfurters mühelos ein.

SpVgg Bayreuth -
SV Heimstetten 2:0 (0:0)
SpVgg Bayreuth: Sponsel - Eckert, Zitzmann, Ascherl, Ruß (61. Rinchiuso) - Wolf, Heckenberger (70. Strangl), Böhnlein, Kayser (85. Kolb) - Stolz - Ulbricht.
SV Heimstetten: Krasnic - Kubina, De La Motte, Paul, Toy - Seferings (67. Häfele), Nappo (76. Bläser) - Ünver (84. Sträußl), Schmitt, Majdancevic - Ammari.
Tore: 1:0 und 2:0 Stolz (49. und 75.). - Zuschauer: 617. Schiedsrichter: Marx (Großwelzheim).