Nur einmal konnten die Wagnerstädter vor knapp 3100 Zuschauern gegen den Tabellenvierten aus Niedersachsen (Fenn: 18 Punkte) in Führung gehen: Brandon Hunter eröffnete die Partie mit zwei Treffern an der Freiwurflinie (2:0, 1.), danach übernahmen jedoch die Gäste das Kommando und zogen auf 18:6 davon, bevor den Wagnerstädtern vor der ersten Viertelpause noch etwas Ergebniskorrektur (18:10, 10.) glückte.

Während die Niedersachsen im weiteren Spielverlauf immer wieder den Ball geschickt an das Brett brachten und aus der Nahdistanz punkteten, versuchte sich der BBC Bayreuth weiterhin zumeist erfolglos aus der Distanz. An ein Verkürzen des Rückstandes war somit nicht zu denken und so ging es beim Stand von 44:30 (20.) für die Dragons in die Kabine, spätestens beim 61:35-Zwischenstand kurz vor Ende des dritten Viertels (28.) war die Partie entschieden.


Disqualifiziert kurz vor dem Ende



Dennoch wurde es 76 Sekunden vor dem Spielende noch einmal hitzig, als BBC-Center Brandon Hunter und Ex-Nationalspieler Guido Grünheid nach einem Reboundduell aneinander gerieten und Grünheid dabei theatralisch zu Boden ging. Das schon zuvor mit wenig Fingerspitzengefühl leitende Schiedsrichtertrio disqualifizierte daraufhin den besten Werfer der Bayreuther (15 Punkte), der nun mit einer Spielsperre rechnen muss.

"Unser Spiel steht und fällt mit unserer Dreierquote und leider hatten wir in diesem Punkt heute einen rabenschwarzen Tag. Zumindest haben wir jedoch mit weitaus mehr Energie gespielt, als zuletzt in Ludwigsburg. Das ist heute die positive Erkenntnis. Besonders schmerzhaft ist für uns das disqualifizierende Foul gegen Brandon Hunter, das wohl eine Spielsperre nach sich ziehen wird. Ich hatte die Situation kommen sehen und wollte ihn auswechseln, aber da war es schon geschehen", bilanzierte BBC-Cheftrainer Marco van den Berg.

"Wir können heute zufrieden sein, denn mit diesem Sieg ist uns die Teilnahme an den Play-Offs nicht mehr zu nehmen. Wir hatten durchaus Respekt vor der Atmosphäre in der Oberfrankenhalle, haben das Spiel jedoch unspektakulär und professionell nach Hause gebracht. Unsere Verteidigung war dabei der Schlüssel zum Erfolg. Schwachpunkte waren sicherlich unsere Wurfquoten aus der Distanz sowie an der Freiwurflinie", gab Gästecoach Stefan Koch zu Protokoll.