Das rücksichtslose Vorhaben der Anrufer, sich als Enkel oder naher Angehöriger auszugeben und unter Vorspiegelung einer Notlage oder eines anderen dringenden Umstandes an Geld zu kommen, ging jedoch in keinem der Fälle auf, weil die Anrufsopfer den Schwindel durchschauten, berichtete die Polizei. Weitere Anrufe seien aber nicht auszuschließen.

Am Mittwoch gingen insgesamt 14 Mitteilungen über sogenannte Enkeltrick- oder Schockanrufe bei den Bayreuther Polizeidienststellen ein. Zwischen 10.40 Uhr und 15.30 Uhr riefen die unbekannten Betrüger vorwiegend bei älteren Menschen in Bayreuth, Aufseß und Bad Berneck an und stellten sich als deren Enkel oder sonstige Verwandte vor. In den Gesprächen ging es dann immer um einen angeblichen und offensichtlich ziemlich spontanen Kauf eines Autos, einer Immobilie oder sonstige teure Bankgeschäfte. Teilweise gaben die Anrufer auch einen Unfall vor, in den Angehörige der Angerufenen verwickelt wären und nun dringend zur Abwendung eines Haftbefehls oder für die medizinische Versorgung der Unfallopfer Geld benötigen würden.

Von den Betroffenen im Bayreuther Bereich, ging den Betrügern allerdings glücklicherweise niemand auf den Leim. Die Angerufenen reagierten genau richtig und legten einfach auf, ohne sich auf irgendwelche Geldforderungen einzulassen.

Da es erfahrungsgemäß häufig zu ganzen Anrufserien kommt, warnt die oberfränkische Polizei weiterhin eindringlich vor dieser Betrugsmasche.