Mehr als 50 Verhandlungstage hat die Strafkammer hinter sich gebracht, wie ein Gerichtssprecher erläuterte. Der nächste Termin ist jedoch erst am 25. März wegen Urlaubs beziehungsweise Erkrankung der Verteidiger.

Dem Ex-Manager wird vorgeworfen, NKD mit Sitz in Bindlach (Landkreis Bayreuth) mit fingierten Rechnungen um 3,7 Millionen Euro geprellt zu haben. Zum Jahreswechsel kamen dann neue Vorwürfe ins Spiel - der Angeklagte soll aus dem Gefängnis heraus die Entführung eines Richters geplant haben. Insgesamt war das Verfahren bislang von vielen Anträgen und Unterbrechungen begleitet. Als die angeblichen Entführungspläne publik wurden, stellten die Anwälte einen Befangenheitsantrag, da die Kammer jetzt nicht mehr unvoreingenommen urteilen könne. Dieser wurde jedoch abgewiesen. Im Januar hatte sich der Angeklagte dann bereiterklärt, persönliche Angaben zu machen: Er schilderte zwar seinen Lebenslauf, verweigerte aber die Auskunft zu seiner wirtschaftlichen Situation.