Ein Lkw ist auf der A9 bei Plech in Richtung Berlin umgestürzt. Der Lastwagen stürzte auf der Höhe der Anschlussstelle Plech auf einen Wagen und begrub diesen unter sich. Der 40-Tonner war nach Auskünften der Polizei mit Mehlsäccken beladen.
Aus noch ungeklärten Gründen wollte der Sattelzugfahrer am Donnerstagabend von der rechten auf die mittlere Spur wechseln. Hierbei touchierte dieser wohl mit dem Führerhaus einen auf dem mittleren Fahrstreifen befindlichen Renault Clio. Der mit drei Personen besetzte Kleinwagen aus dem Zulassungsbereich Ulm geriet dann auf die linke Spur und stieß dort gegen einen Kleintransporter aus Goslar.



Darauf schleuderte der Renault Clio zurück in Richtung des ebenfalls aus der Spur geratenen und nun kippenden Sattelzugs. Schlussendlich begrub der umfallende Planenauflieger den Kleinwagen unter sich und zerdrückte diesen nahezu vollständig.


Autobahn längere Zeit gesperrt

Wie durch ein Wunder überlebten laut Polizei die drei jungen Insassen des Clio und trugen dem ersten Anschein nach lediglich leichtere Verletzungen davon. Auch der Fahrer des Sattelzugs hatte Glück im Unglück. Dieser war erstmal im Führerhaus eingeklemmt, ehe ihn die Feuerwehr befreien konnte. Mit scheinbar leichten Verletzungen wurde der 43-jährige Mann ins Klinikum Bayreuth verbracht.

Die zwei Insassen des Kleintransporters aus Goslar blieben unverletzt. Der an den beteiligten Fahrzeugen und an der Schutzplanke entstandene Sachschaden wird von polizeilicher Seite aus auf knapp 200.000 Euro geschätzt. Die auf der Fahrbahn umherliegenden Mehlsäcke sind nun unbrauchbar.

Infolge der Bergungsarbeiten war die Autobahn für über zwei Stunden vollgesperrt, wodurch sich ein kilometerlanger Rückstau bildete.