Trotz des Tauwetters in den vergangenen Tagen kann in Bischofsgrün im Kreis Bayreuth)wieder ein Riesenschneemann namens Jakob gebaut werden. "Wir haben Schnee im Depot", sagte Ekkehard Röder von der Tourist-Information am Donnerstag. Auf dem Gipfel des 1051 Meter hohen Schneebergs etwa finde sich noch genügend Baumaterial: "Es wird also definitiv gebaut."

Bereits zum 31. Mal errichten freiwillige Helfer zum Faschingswochenende im Ortskern die riesige Schneeskulptur. Am Freitagmorgen sollte es losgehen. Rund elf Meter hoch wurde Jakob in den vergangenen Jahren jeweils - im Vorjahr lag im Fichtelgebirge sogar so viel Schnee, dass es für eine Rekordhöhe von 12,60 Meter reichte. 27 LKW-Ladungen Schnee wurden verbaut.

Der Riesenschneemann lockt an den Faschingstagen alljährlich viele Ausflügler nach Bischofsgrün. Jakob ist dann der Mittelpunkt für Open-Air-Partys und närrisches Treiben. Die Idee, die Ortsmitte mit der Schneeskulptur zu gestalten, sei einst im Wirtshaus entstanden, erinnert sich Röder. Und seitdem habe der Bau jedes Jahr geklappt, auch in milden Wintern: Notfalls werde eben Schnee per LKW von den Gipfeln des Fichtelgebirges ins Ortszentrum transportiert.

Stehen bleiben darf Jakob übrigens, bis das milde Tauwetter oder die Frühlingssonne ihn zum Schmelzen bringt.