Eigentlich galten die Arbeiten als abgeschlossen. Doch die Bodenradar-Spezialisten hätten bei der Auswertung ihrer Unterlagen festgestellt, dass es in dem Gebäude "in dem ein oder anderen Bereich noch kleinere Hohlräume geben könnte", sagte ein Polizeisprecher am Montag. Diesen Hinweisen gehe man derzeit nach.

Allerdings sei der Einsatz diesmal weit weniger aufwendig als die Arbeiten in der vergangenen Woche. Man wolle aber sichergehen, keinen Hohlraum übersehen zu haben.

Bei dem Großeinsatz in der Vorwoche hatten die Ermittler in einer Sickergrube direkt neben dem Haus Knochenteile gefunden. Bislang ist unklar, ob es sich überhaupt um menschliche Knochen handelt. Es könnten Tierknochen oder Überreste von einem alten Friedhof sein. Ein Ergebnis der rechtsmedizinischen Untersuchung liege noch nicht vor.

Das Haus in Lichtenberg galt für die Fahnder als "möglicher Leichenablageort" in dem spektakulären Fall Peggy. Der Besitzer des Hauses wurde befragt, hat aber nach Einschätzung der Polizei nichts mit dem Fall zu tun. Die Schülerin Peggy war 2001 in Lichtenberg spurlos verschwunden. Als ihr Mörder wurde 2004 der geistig behinderte Ulvi K. verurteilt. Doch an seiner Schuld gibt es Zweifel. 2012 begannen Staatsanwaltschaft und Kripo Bayreuth wieder mit Ermittlungen in dem Fall. dpa