Mit schweren Verletzungen endete am späten Donnerstagabend die Streitigkeit eines Ehepaares in einem Bayreuther Stadtteil. Bei einer Messerattacke erlitt eine 41-jährige Frau schwere Verletzungen. Ihr 50-jähriger Ehemann flüchtete zunächst aus dem Anwesen. Bei der Flucht des Mannes kam es zu einem Zusammenprall mit einem Rettungswagen, wobei auch der Flüchtende schwer verletzt wurde.

Nach ersten Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei Bayreuth kam es am späten Abend zu einem lautstarken Streit des Paares, bei dem offensichtlich auch ein Messer im Spiel war. Gegen 23.50 Uhr ging der Notruf von aufmerksamen Nachbarn bei der Polizei ein, die auf die Streitigkeiten im Wohnhaus der Eheleute aufmerksam geworden sind. Die Polizeibeamten fanden die 41-Jährige mit schweren Schnittverletzungen im Anwesen auf. Der Notarzt transportierte sie in ein Krankenhaus, sie schwebt nicht in Lebensgefahr.

Mit einer groß angelegten Fahndung suchten die Polizisten nach ihrem Ehemann, der mit seinem Auto das Weite gesucht hatte. Auch ein Polizeihubschrauber befand sich im Anflug. Etwa 20 Minuten nach dem Notruf fanden die Beamten das Fahrzeug des Mannes im Straßengraben zwischen Weidenberg und Seulbitz. Allerdings ohne Fahrer, der offensichtlich die weitere Flucht zu Fuß ergriffen hatte.

Keinen Kilometer von der Unfallstelle entfernt kam es anschließend zu einem Zusammenstoß des 50-Jährigen mit einem Rettungswagen im Einsatz. Dabei erlitt der Mann schwere, aber nicht lebensgefährliche Verletzungen. Wie und warum es zu dem Verkehrsunfall kam, prüft derzeit auf Anordnung der Staatsanwaltschaft ein Sachverständiger zusammen mit der Polizeiinspektion Bayreuth-Land. Für die Unfallaufnahme war die Verbindungsstraße zwischen Weidenberg und Seulbitz bis gegen 4 Uhr gesperrt.

Die Bayreuther Kriminalpolizei hat zusammen mit der Staatsanwaltschaft Bayreuth noch in der Nacht die Ermittlungen aufgenommen. Die Kriminalbeamten erhoffen sich Hinweise auf die möglichen Hintergründe der Tat, sobald das Ehepaar vernehmungsfähig ist. pol