Die oberfränkische Gemeinde Eckersdorf wollte als erste Gemeinde im Freistaat eine Pferdesteuer einführen - der Gemeinderat hat die Entscheidung dazu aber nun vertagt. Am Dienstagabend hatten Gegner der Pläne vor dem Rathaus der 5400-Einwohner-Kommune im Landkreis Bayreuth demonstriert. Bei der Sitzung des Gemeinderats kam es dann aber anders als geplant zu keiner Abstimmung. In einigen Wochen soll es aber soweit sein.
Die Abrechnung der neuen Steuer sollte ähnlich wie bei der Hundesteuer funktionieren.

Die Kommune orientiert sich bei der Idee für eine Pferdesteuer an einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts. Die Richter hatten kürzlich entschieden, dass eine Pferdesteuer als örtliche Aufwandsteuer zulässig ist. Geschäftsleiter Bernhard Brosig hatte im Vorfeld zwei Gründe für die Einführung der Steuer genannt: Eckersdorf habe Haushaltsprobleme und müsse deshalb alle möglichen Einnahmequellen ausschöpfen. Zudem gebe es fast 200 Pferde in dem Ort.

Als erste Kommune in Deutschland hatte Bad Sooden-Allendorf in Nordhessen die Pferdesteuer eingeführt. Pro Tier wurden jährlich 200 Euro gefordert. Den Rechtsstreit um das Thema beendete im August der Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts.