Das der Dieb nicht gerade vom Glück verfolgt wurde, stellte sich bei der Festnahme des Täters am Montag heraus. Am Tag vor dem Autodiebstahl war er bereits mit seinem Fahrzeug in Marktredwitz unterwegs und hatte dort einen Platten. Da er sich einen neuen Reifen nicht leisten konnte, bediente er sich kurzerhand bei einem abgestellten Auto. Bei dem Versuch, das benötigte Diebesgut abzuschrauben, störte ihn die Polizei. Somit blieb ihm nur die Flucht zu Fuß.

Da er vermutete, dass die Marktredwitzer Ordnungshüter seinen fahrbaren Untersatz abschleppen ließen, machte er sich tags darauf wieder Richtung Marktredwitz auf und suchte das Auto auf dem Gelände eines dortigen Abschleppdienstes. Als er es dort nicht auffand, wollte er nicht zu Fuß nach Hause laufen, und riss sich den Citroen unter den Nagel.


Spurensicherung führte zum Ziel



Der geklaute Wagen konnte bereits einen Tag später, im nur ein paar Kilometer entfernten Waldsassen, aufgefunden werden. Dort nahmen dann die Ermittler den Citroen genauer unter die Lupe und begannen mit der Spurensicherung. Die akribische Arbeit führte dann zum erhofften Erfolg. Durch eine gesicherte DNA-Spur kam man dem Dieb Anfang des Jahres auf die Schliche. Die Festnahme des 36-jährigen Tirschenreuthers stellte für die Kripo Hof kein Problem dar: Die Ermittler mussten nur abwarten, bis er gestern zu seiner Verhandlung wegen des Reifendiebstahls am Amtsgericht Wunsiedel erschien, und das Urteil in dieser Sache verkündet worden war.

Für diese Tat bekam er ein Jahr und vier Monate ohne Bewährung. Den nächsten Schreck bekam er dann, als er auf die auf ihn wartenden Kriminalbeamten stieß. Sein Geständnis trug sicher auch dazu bei, dass er nach den erforderlichen polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt werden konnte.