Die Brandruine des vor zwei Jahren abgebrannten Thermalbades zieht die Menschen wohl magisch an. Erst vor kurzem haben Jugendliche auf dem Gelände gespielt. Keine ungefährliche Sache, da dort unzähliger Bauschutt und auch Brandreste lagern. Laut Gemeindeverwaltung Fichtelberg kam es in der Vergangenheit des Öfteren zum unbefugten Betreten des abgesperrten Geländes. Neben der strafrechtlichen Würdigung wurde auch auf die unabsehbaren Gefahren beim Betreten des Areals hingewiesen.

Am Montag kam es dann erneut zum Ortstermin mit dem neuen Bürgermeister Georg Ritter und den Beamten der Polizei Bayreuth Land. Vor dem Bauzaun haben Passanten Kupferteile gefunden, die auf einen Diebstahl aus dem Gelände hinwiesen. Nachdem zuerst keine relevanten Erkenntnisse gewonnen werden konnten, bestätigte die Polizei am Abend doch noch auf Nachfrage, dass wohl eine Infrarotkabine gestohlen wurde. Zur Schadenshöhe konnten jedoch keine Angaben gemacht werden.

Aktuell stehen die Zeichen in Fichtelberg weiter auf Stillstand. Im Rechtsstreit zwischen der Gemeinde und dem Bäderbetreiber wird derzeit noch das Revisionsurteil erwartet. Nach der Vertragsauflösung fordert die Kommune Geld wegen nicht gezahlter Raten für die Therme. In erster Distanz bekam die Gemeinde vor dem Landgericht Bayreuth Recht. Nach einem Einspruch sind die Augen nun auf das Oberlandesgericht Bamberg gerichtet. Den Menschen in der Region hilft das nichts - die Ruine steht weiterhin als Schandfleck auf dem Fichtelberg. Der Tourismus ist stark eingebrochen,Pensionen und Gaststätten bleiben leer.

Marianne Specht, Vorsitzende des Tourismusvereins Fichtelberg wünscht sich einen schnellen Neuanfang. "Heinz Steinhardt ist der richtige Mann, er hat die meiste Erfahrung". Doch noch immer hat die Gothaer Versicherung nicht bezahlt. Die volle Versicherungsleistung in Höhe von 10 Millionen Euro wird weiterhin zurückgehalten. Grund: Verdacht der Brandstiftung. Ein Verdacht, der von den polizeilichen Ermittlern allerdings ausgeschlossen wurde.