Trinkt das Bayreuther Christkind gerne Glühwein? "Ich bin eher der Kinderpunschtyp", sagt die 17 Jahre alte Pia-Maria Heinrich, die heuer zum zweiten Mal als Christkind im Weihnachtlichen Bayreuth auftritt.

"Das Schönste ist, wenn einen die Kinder anstrahlen und man sieht, dass man ihnen eine Freude macht", sagt Heinrich über ihr Amt und strahlt dabei ebenso. Ihren ersten Auftritt hat sie dieses Jahr am 25. November bei der Eröffnung des Christkindlesmarktes, um 17 Uhr vor dem Herkulesbrunnen. Bis zum 23. Dezember wird sie dort oft anzutreffen sein, und auch für den Fall ihrer Abwesenheit hängt ein "himmlischer Briefkasten" an der Aktionsbühne, in den die Kinder ihre Wünsche werfen können. Das Christkind wird (mit ein wenig Hilfe von der Stadt) versuchen, kleinere realisierbare Kinderwünsche auch zu erfüllen.

Noch ein Jahr geht Pia-Maria Heinrich zur Schule, ans WWG (Wirtschaftswissenschaftliches und naturwissenschaftlich-technologisches Gymnasium Bayreuth). Nach dem Abitur möchte sie ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer Grundschule machen und anschließend Grundschullehramt studieren; in Bayreuth. "Ich mag die Stadt, besonders den Sommer", so Heinrich. Was das Christkind wohl im Sommer so macht? "Am liebsten Schlendere ich über den Marktplatz und sitze in Cafés", verrät Heinrich. Natürlich gefalle ihr auch das weihnachtliche Ambiente in der Wagnerstadt.

Das erstrahlt in diesem Jahr im Glanz von Frankens längster Lichterkette: Sieben Kilometer ist sie lang, 16 000 Birnen hängen dran (mittlerweile sind es alles stromsparende LED-Leuchten). Gehalten wird sie von 90 Stangen mit Ornamenten.

Zudem stehen heuer über 50 Programme auf dem Plan, um Weihnachtsstimmung in die Bayreuther Innenstadt zu bringen. Unter anderem sind das Fotoaktionen mit dem Weihnachtsmann, ein großes Midnight-Shopping, weihnachtliche Geschichten von "Bertram dem Wanderer", Musik von Klassik über Chor- und Kirchenmusik zu Jazz und Pop, eine Flammenshow und am Schluss das große Feuerwerk.

Bald weihnachtets wieder sehr in Bayreuth.